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Rommerskirchen
Kreis will die K 27 nächstes Jahr sanieren

Rommerskirchen: Kreis will die K 27 nächstes Jahr sanieren
Johannes Strauch fordert die Sanierung der Kreisstraße 27 seit vier Jahren bei jeder sich bietenden Gelegenheit. FOTO: Anja Tinter
Rommerskirchen. 2017 soll die Kreisstraße 27 saniert werden. Auch bestehende Unebenheiten will der Rhein-Kreis Neuss egalisieren. SPD-Chef Johannes Strauch macht seit Jahren auf das Problem aufmerksam und freut sich, dass etwas geschehen soll Von Sebastian Meurer

In der zweiten Hälfte des kommenden Jahres will der Rhein-Kreis Neuss die Kreisstraße 27 sanieren. Eine entsprechende Empfehlung beschloss kürzlich der Kreistagsausschuss für Nahverkehr und Straßenbau. Für das Projekt sollen 100.000 Euro zur Verfügung gestellt werden. Wie Kreis-Pressesprecher Daniel Oellers sagt, soll der Radweg auf einer Strecke von 700 Metern komplett erneuert werden. Zudem ist angesichts mancher Unebenheiten auf der Fahrbahn auch eine neue Decke geplant. Konkret geprüft werden müsse, wie tief diese Unebenheiten seien, die womöglich zu einem Absacken der Straße führen könnten.

Daraus resultiere auch ein Vorbehalt, wie der Sprecher sagt: Noch unklar ist nämlich, ob bei allzu großen Schäden das Geld reichen wird. Sollte dann eine neuerliche Abwägung nötig sein, habe das letzte Wort der Landrat, beziehungsweise der Kreistag, so Oellers. Erfreut darüber, dass Maßnahmen ergriffen werden sollen, zeigt sich SPD-Chef Johannes Strauch: Seit 2012 bringt er den Zustand der K 27 im Rat oder seinen Ausschüssen in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen zur Sprache.

Für Strauch liegen die Hauptprobleme in Unebenheiten der Fahrbahn und darin, dass sich die Straße von Ramrath aus in Richtung Hoeningen auf der Höhe des dortigen Sportplatzes zum rechten Fahrbahnrand hin neigt. In der bisherigen Debatte hatte der Ramrather bislang wenig Gehör gefunden, sogar von optischen Täuschungen war zunächst die Rede. Johannes Strauch jedenfalls befürchtet, dass die Straße regelrecht "wegsacken" könnte, wenn dagegen nichts getan werde.

Für Autofahrer und Motorradfahrer sei schon die jetzige Situation gefährlich, sagt er. Ein Verkehrsschild, das auf die Unebenheiten hinweist, gibt es dort seit gut anderthalb Jahren. "Ich freue mich, dass der Kreis die Bedeutung erkannt hat. Beharrlichkeit zahlt sich aus", sagt er auch mit Blick auf den seit Jahren geforderten Rettungswagen, der nun bewilligt ist. "Für mich ist die K 27 eine der schlechtesten Straßen im ganzen Kreisgebiet. Ich habe schon immer Absackungen befürchtet", so Strauch.

Früher hätten entlang des Straßenrands Bäume gestanden, "die das Ganze stabil gehalten haben", doch die seien schon vor vielen Jahren abgeholzt worden. Strauch hofft, dass die aus seiner Sicht dringend nötige Sanierung 2017 nicht aus finanziellen Gründen vertagt wird. Mit seiner Einschätzung der K 27 steht er übrigens keineswegs allein, denn als die womöglich schlechteste Straße im Kreisgebiet galt sie schon in den frühen 1990-er Jahren. Eine damals geplante Sanierung und Verbreiterung, die auch Villau erfassen sollte, scheiterte an Schwierigkeiten beim Grunderwerb. Fast 15 Jahre später konnte das Projekt 2004/2005 dann doch für 510.000 Euro realisiert werden. Der Kreis zahlte davon allein 355.000 Euro.

"Ich hoffe , dass es in den vergangenen Tagen keine Unterspülungen gegeben hat und nicht jemand bis 2017 hier einen schweren Unfall erleidet", sagt Johannes Strauch.

Quelle: NGZ
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