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Rommerskirchen
UWG fordert mehr Personal für Kämmerei

Rommerskirchen: UWG fordert mehr Personal für Kämmerei
Im Rathaus an der Eckumer Bahnstraße und im unmittelbar angrenzenden Dienstleistungszentrum gibt es nur knapp 100 Mitarbeiter. Das könnte sich in Zukunft ändern. FOTO: LH
Rommerskirchen. Im Rathaus herrscht Personalknappheit, neben dem Finanzbereich könnte auch die Flüchtlingshilfe mehr Mitarbeiter gebrauchen. Von Sebastian Meurer

Neueinstellungen im Rathaus sollten kein Tabu mehr sein. Nach den Worten der UWG-Fraktionsvorsitzenden Ulrike Sprenger müsse die Verwaltung "eine Kosten-Nutzen-Analyse für die befristete oder dauerhafte Neueinstellung von Verwaltungsangestellten in besonders betroffenen Bereichen erstellen." Konkret meint sie damit die Kämmerei, aber auch die angesichts der Flüchtlingssituation nötige Mehrarbeit im Verwaltungszentrum.

Entgegen der ursprünglichen Planung konnte der Jahresabschluss für 2012 bislang nicht vorgelegt werden. Im Rat mochte Kämmerer Bernd Sauer auch keinen neuen Zeitplan nennen, innerhalb dessen die bislang noch nicht vorliegenden Abschlüsse fertig sein sollen. Aus Sicht der Verwaltung ist dies ein durchaus typisches Beispiel dafür, dass sie im Vergleich zur Einwohnerschaft unterbesetzt ist. Im Rathaus an der Bahnstraße gibt es nämlich nur knapp 100 Mitarbeiter, viele davon sind in Teilzeit beschäftigt.

Auch wenn es weiterhin darum gehen soll, "die Personalkosten möglichst niedrig zu halten", steht Bürgermeister Martin Mertens der UWG-Initiative durchaus aufgeschlossen gegenüber. "Wir überprüfen sehr genau, wo mehr Personal dringend notwendig ist und können uns vorstellen, den Stellenplan in bestimmten kritischen Punkten aufzustocken", sagt Mertens. Die Diskussion hierüber soll demnächst im Personalausschuss geführt werden, kündigt der Rathauschef an. Was die Situation in der Kämmerei angeht, "versuchen wir weitere Unterstützung aus Dormagen zu bekommen", so Mertens.

Bei der Erstellung der fehlenden Jahresabschlüsse kooperieren Bernd Sauer und sein Team nämlich schon seit geraumer Zeit mit drei Mitarbeitern aus der Dormagener Kämmerei. Weil spezifisches Know How im Bereich der Abschlussbuchungen benötigt werde, sei die Zusammenarbeit mit der Nachbarstadt "sehr fruchtbar", so Bernd Sauer. Sie soll sogar noch ausgebaut werden. So hat die Gemeinde im Zusammenhang mit der 2012 beschlossenen Interkommunalen Zusammenarbeit mit Dormagen "ein Personalakquirierungsprojekt vereinbart", wie der Kämmerer sagt. Das Ziel dieses Vorhabens besteht darin, in einem Auswahlverfahren einen (gemeinsamen) Mitarbeiter zu finden. Beide Kommunen wollen sich die Personalkosten, aber auch die Einsatzzeiten teilen. Momentan allerdings noch vergebens: Weder Bewerbungsgespräche noch eine kurzfristige Einstellung haben bislang in dieser Hinsicht zu einem Erfolg geführt. Grundsätzlich gilt nach seinen Worten das Prinzip: "Qualität bei der Mitarbeiterauswahl ist absolut vorrangig."

Die angesichts der Flüchtlingssituation auch aus der Sicht des Rathauses durchaus nötige personelle Verstärkung des Sozialbereichs wird sich indes nicht aus der Erstattung der Flüchtlingshilfe finanzieren lassen, wie dies die UWG zuletzt im Rat vorgeschlagen hatte. Es gebe nämlich keine Personalkostenerstattung, gezahlt würden vielmehr "nur Pauschalen pro Asylbewerber", so Bernd Sauer.

Quelle: NGZ
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