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Solingen
50-er Jahre Mietshaus hochwertig saniert

Solingen: 50-er Jahre Mietshaus hochwertig saniert
Die Mehrfamilienhäuser an der Eifelstraße 112 und 114 sind energetisch saniert und mit Balkonen versehen worden. Zudem hat die Fassade ein modernes Erscheinungsbild bekommen. FOTO: Siegurd Steinprinz
Solingen. Beim "Tag der Architektur" am 27. und 28. Juni sind landesweit 375 Bauwerke zu sehen - auch die Häuser Eifelstraße 112/114. Von Annemarie Kister-Preuss

Wie ein eher schmuckloses Mietshaus aus den fünfziger Jahren durch Sanierung zu einem echten Schmuckstück werden kann, soll anhand der Gebäude Eifelstraße 112 und 114 beim "Tag der Architektur" am 27. und 28. Juni unter Beweis gestellt werden. Zum 20. Mal lädt die Architektenkammer Nordrhein-Westfalen ein, in 163 Städten des Landes 375 Bauwerke zu besichtigen, die in irgendeiner Weise besonders sind.

Dazu zählen die beiden Häuser in der Eifelstraße, deren Bauherr die Baugenossenschaft Eigenheim e.G. ist. Die Architekten Markus Richard und Marion Großkemm, die für die Innenausstattung verantwortlich sind, zeichnen für den Entwurf der Sanierung verantwortlich. Die Mehrfamilienhäuser wurden energetisch saniert und bekamen Balkone. Die Fassade aus Klinkern und Edelkratzputz verleihen dem Gebäude ein modernes Erscheinungsbild, das durch die hochwertigen Balkone abgerundet wird. Auch bekamen die beiden Gebäude neue Eingangsbereiche und Vordächer aus Sichtbeton. Weitere Bausteine der Maßnahme, so die Architekten, sind eine Luft-Wärmepumpe in Verbindung mit einem Spitzenlastgaskessel und der nutzer-unabhängige Mindestluftwechsel.

Architektur hat Bestand lautet das bundesweite Motto für den Tag der Architektur 2015, der die Aufmerksamkeit erneut auf die Wertigkeit guter Architektur lenken will. Auch soll die Notwendigkeit unterstrichen werden, Gebäudebestand angemessen zu pflegen und weiterzuentwickeln. Interessierte sind beim Tag der Architektur eingeladen, sich von Architekten und Stadtplanern die neuen und erneuerten Bauten vorstellen zu lassen. "Wir wünschen uns viele Gespräche mit Architekturfans und Bauinteressierten vor Ort", erläutert Ernst Uhing, Präsident der Architektenkammer NRW. "Wer sich für Architektur begeistert oder auch ein eigenes Bauvorhaben plant, wird hier vielfältige Anregungen erhalten."

Die Art der beim "Tag der Architektur" zu besichtigenden Gebäude ist vielfältig und reicht von der historischen Wasserburg Benkhausen bei Espelkamp über den Umbau einer denkmalgeschützten Kirche in Düsseldorf und einem ehemaligen Postgebäude aus den zwanziger Jahren in Bielefeld, in das nun Studenten eingezogen sind.

Im vergangenen Jahr nutzten rund 35 000 Interessierte die Gelegenheit, sich Gebäude anzusehen und auch einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Der besondere Reiz liegt darin, Gebäude zu besichtigen, die normalerweise nicht öffentlich zugänglich sind.

Quelle: RP
 
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