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Solingen
Arnd I. und Susanne I. sind inthronisiert

Solingen: Arnd I. und Susanne I. sind inthronisiert
FOTO: Kempner, Martin (mak)
Solingen. Die Ohligser Festhalle war voll besetzt. Der Festausschuss Solinger Karneval hatte am Samstag zur Prinzenproklamation eingeladen und bot dem Publikum ein tolles Programm mit viel Musik und Show. Auch Orden gab es reichlich. Von Ulrike Kohl

Sie hatten sich zu ihrer Premiere tatsächlich einmal etwas ganz Neues ausgedacht, Arnd Krüger und Susanne Kirsznik zogen am Samstagabend in die Ohligser Festhalle ein und hatten nicht nur ihr Gefolge mitgebracht, sondern zur Freude der Zuschauer gleich auch noch die "Wupper District Pipe Band", die mit lauter Dudelsackmusik, unterstützt von Trommelschlägen, das Paar anführte.

Dann standen sie auf der Bühne der Ohligser Festhalle: Arnd Krüger im tollen blau-goldenen Ornat, Susanne Kirsznik im wunderschönen blauen Seidenkleid mit golden glänzenden Applikationen und einem gelben Blumenstrauß in der rechten Hand.

Bis dahin waren die beiden noch ganz privat, doch schließlich waltete Oberbürgermeister Tim Kurzbach seines Amtes. Das Stadtoberhaupt überreichte dem neuen Solinger Karnevalsprinzen die obligatorische Kette, die fünf Federn und das Zepter. Die Prinzessin wiederum bekam Blumen, da sie das Krönchen schon trug. Und damit waren sie auch äußerlich als neues Prinzenpaar der Klingenstadt in der Session 2015/16 zu erkennen und heißen bis Aschermittwoch fortan Arnd I. und Susanne I.

"Für mich persönlich ist das etwas ganz Besonderes", sagte Tim Kurzbach. "Ich kenne die beiden bereits aus Jugendzeiten." Dann bekam das neue Prinzenpaar den Orden des Oberbürgermeisters und ebenfalls den des Festausschusses Solinger Karneval (FSK), den dessen Vorsitzender Joachim Junker überreichte.

Dabei kann sich das Gefolge des Paares ebenfalls sehen lassen: Prinzenführer ist in dieser Session Peter Welter, selbst vor einigen Jahren einmal Prinz Karneval in Solingen. Adjutant ist Bernd Hawich, Chauffeur Jörg Wolters. Die beiden Hofdamen Petra Welter und Sabine Butz trugen wie die Prinzessin elegante dunkelblaue Roben. Für sie alle gab es den Orden des Oberbürgermeisters und den des FSK.

"Was für ein Anblick! Und das alles nur für uns", schwärmte Prinz Arnd I. mit Blick in die rappelvolle Ohligser Festhalle. Er sehe Bürger aus allen Stadtteilen der Klingenstadt, sogar "Ohligser Bergvolk. Man nennt sie Walder", witzelte der frisch gekürte Prinz. Und bis auf eine "gebrauchte Person" im Festausschuss seien alle Leute ganz neu. "Sogar der Oberbürgermeister", stellte er fest. Susanne I. erklärte wiederum, dass sie schon als junges Mädchen als Tänzerin auf einer Bühne gestanden habe.

Jetzt sei es allerdings eine ganz andere Situation. Sie sei sprachlos, und das sei sie relativ selten. Dann verlasen die beiden abwechselnd die närrischen elf Gebote für die kommende Session, die alle ab sofort Geltung hätten. Das Publikum, machte durch anhaltenden Applaus seine Zustimmung hierzu deutlich.

Auch das Rahmenprogramm konnte sich sehen lassen. Besonders Edwina de Pooter schlug dabei wie eine Lawine ein. Sie stand im Publikum auf einem Tisch und sang aktuelle Schlager. Dann holte sie sich Verstärkung auf die Bühne, und das war Bürgermeister Carsten Voigt. Bereits als Mafia-Boss bot dieser eine tolle Show, was sich sogar noch steigerte. Denn Edwina de Pooter trieb ihren "Partner" so an, dass dieser sich zuletzt sogar von einem Super-Rock-Star kaum mehr unterschied. Als Höhepunkt gab es ein Duett mit Wolfgang Heil, vorjährige "Jungfrau Wilma", unterstützt durch den Gesang von Edwina. Und spätestens da raste das Publikum.

Quelle: RP
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