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Solingen
Das Städtedreieck feiert seine Radwege

Das Städtedreieck feiert seine Radwege
Carolina Hanses (l.) und Corinna Schlupp (r.) von der Tourismusförderung stempelten den Programmflyer von Radler Werner Kurzrock ab. FOTO: Martin Kempner
Solingen. Zur Saisoneröffnung der Bergischen Bahntrassen schwangen sich viele Solinger aufs Fahrrad, um die vernetzten Wege durch die Region zu erkunden. Die sind seit Ende des vergangenen Jahres komplett ausgebaut. Von Alexander Riedel

Schon am Morgen hielten die ersten Radfahrer am Stand der Tourismusförderung vor den Güterhallen, um eine freie Fläche auf ihrem Programmflyer abstempeln zu lassen. "Wir haben hier jede Menge Besuch", sagte Mitarbeiterin Corinna Schlupp. Die Saisoneröffnung der Bergischen Bahntrassen lockte die Solinger gestern bei strahlendem Sonnenschein in Scharen aufs Fahrrad. Wer an mindestens drei der insgesamt 26 Stempelstellen im Bergischen Städtedreieck Halt machte, durfte auf attraktive Preise hoffen, wie zum Beispiel eine Führung durch den Brückenpark, Restaurant-Gutscheine oder Fahrradzubehör.

Dazu gab es in allen Orten, die an das insgesamt 300 Kilometer lange Bergische Trassennetz angebunden sind, Programm mit Musik, Ausstellungen und Aktionen rund ums Rad. Damit feierte die Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft die Fertigstellung ihrer Panorama-Radwege. Als letztes Teilstück des Wegenetzes war im vergangenen Herbst die Nordbahntrasse in Wuppertal eingeweiht worden.

Auf den ehemaligen Bahntrassen können Freizeitsportler, aber auch Familien mit Kindern von Wipperfürth im Südosten bis nach Essen-Kettwig im Nordwesten der Region gelangen. "Diese Trassen sind eine wunderschöne Einrichtung", befand Peter Schneider. Die Strecken seien teilweise so extrem frequentiert, dass man schwer aneinander vorbeikomme, sagte der Hobby-Radfahrer, der die Solinger Korkenziehertrasse auch für den Weg zur Arbeit nutzt.

Auf seiner gestrigen Radtour rund um die Klingenstadt gönnte er sich eine kurze Verschnaufpause am Biergarten des Restaurants Steinhaus am alten Bahnhof. Dort gibt es seit gestern auch eine Ladestation für E-Bikes. Für die Anhänger herkömmlicher Fahrräder ist auch eine Luftpumpe dabei. "Wir haben die Station installiert, weil hier einfach immer sehr viele Radfahrer vorbeikommen", erklärte Thorsten Steinhaus. Der Geschäftsführer des Restaurants schwingt sich auch selbst gern auf den Sattel.

Darauf verzichtete gestern Wolfgang Ehlenbeck. "Ich bin ein bisschen erkältet", verriet er. Dennoch ließ es sich der 68-Jährige nicht nehmen, die Stempelstelle im Südpark zu besuchen, um sich von Corinna Schlupp und ihrer Kollegin Carolina Hanses mit aktuellem Kartenmaterial versorgen zu lassen. "Ich mache viele Touren über 40 bis 50 Kilometer", erzählte Ehlenbeck und schwärmte besonders vom Panorama-Radweg Niederbergbahn Richtung Essen-Kettwig und vom Bergischen Panorama-Radweg Richtung Hückeswagen. "Das sind ganz hervorragende Trassen."

Zu einer Tour über die Korkenziehertrasse war Christian Werner mit Familie und Freunden aufgebrochen. "Wir haben aber vor, in der nächsten Zeit auch die anderen Radwege in der Umgebung zu nutzen", verriet seine Lebensgefährtin Isabell Staude.

Quelle: RP
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