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Solingen
Endspurt im Malteserstift St. Antonius

Solingen: Endspurt im Malteserstift St. Antonius
Pflegedienstleiter Markus Kirschbaum und Hausleiterin Karin Rosin freuen sich auf die Eröffnung des Seniorenzentrums. FOTO: Kempner, Martin (mak)
Solingen. Nächste Woche nimmt die Bauaufsicht das neue Seniorenzentrum an der Schützenstraße ab. Auf dem ehemaligen Gelände der Brauerei Beckmann ist am 1. Oktober Eröffnung. Nutzungsänderung für alten Brauereiturm erwartet. Von Uwe Vetter

Der Garten im Hinterhof ist weit auf dem Weg. Vor dem Haupteingang des Malteserstifts St. Antonius an der Schützenstraße auf dem ehemaligen Gelände der Brauerei Beckmann müssen noch Parkplätze angelegt und die Außenbeleuchtung installiert werden. Im Innern des Neubaus, der seit Mai vergangenen Jahres auf einer rund 6000 Quadratmeter großen Fläche entstanden ist, geben sich derweil Handwerker die Klinke in die Hand: Elektriker, Maler, Klempner und Bodenverleger sind eifrig dabei, restliche Arbeiten mit Blick auf den Eröffnungstermin zu erledigen. "Unser Ziel ist es, am 1. Oktober zu eröffnen. Das werden wir auch schaffen", sagt Hausleiterin Karin Rosin optimistisch.

88 vollstationäre Plätze in Einzelzimmern werden im Malteserstift St. Antonius angeboten, überdies ein Restaurantbereich mit weitläufigem Garten, 19 Kurzzeitpflegeplätze und 39 Wohnungen mit Service zwischen 44 und 77 Quadratmetern mit eingerichteter Küchenzeile. "Von denen sind 36 vermietet", sagen Karin Rosin und Pflegedienstleiter Markus Kirschbaum. Bauteile wie das betreute Wohnen sind bereits abgenommen worden, "hier können die Zimmer eingerichtet werden", sagt Rosin.

Das neue Seniorenzentrum an der Schützenstraße steht vor der Fertigstellung. Für den nebenan liegenden alte Brauereiturm erwartet die Stadtverwaltung in den nächsten Tagen den Antrag auf Nutzungsänderung. Dann kann auch in dem Denkmal geschützten Gebäude etwas Neues entstehen. FOTO: Martin Kempner

Die restlichen Bauteile werden in der nächsten Woche mit Bauleiter und Investor begangen - "von der Fußleiste bis zur richtigen Farbe wird dann in jedem Zimmer alles in Augenschein genommen", so die Hausleiterin. Ist alles in Ordnung, können die Möbel rein. Auch die Bauaufsicht wird vor dem Eröffnungstermin am 1. Oktober noch den Neubau begutachten. "Die offizielle Eröffnung mit Segnung des Hauses ist für den 4. Dezember geplant", sagen Rosin und Kirschbaum.

Die Bauherren haben jedenfalls ihren Zeitplan eingehalten. Nach der Grundsteinlegung am 12. Mai 2014 und dem Richtfest am 27. November vergangenen Jahres ist nun mit Blick auf den Eröffnungstermin am 1. Oktober Endspurt im Neubauprojekt angesagt. Der ehemalige Fußballprofi Paul Breitner und Architekt August Lotz (Projektentwicklung Breitner & Lotz) investieren rund 20 Millionen Euro.

Nicht nur für die Investoren der Wohn- und Pflegeeinrichtung, sondern auch für Karin Rosin und Markus Kirschbaum von den Maltesern gibt es jedoch einen Wermutstropfen. Denn in unmittelbarer Nähe zum neuen Seniorenzentrum steht weiter der unter Denkmalschutz stehende Brauereiturm - der mehr und mehr zerfällt. Mit der Fassadenerneuerung und teilweisen Restaurierung des benachbarten Schandflecks, in dem die Besitzer Wohnungen und gewerbliche Nutzungen planen, sollte eigentlich in diesem Sommer begonnen werden. So jedenfalls die Ankündigung. "Die Denkmal behördlichen Abstimmungen sind mit einer konkreten Erlaubnis seit einer Woche abgeschlossen", sagt Stadtdirektor Hartmut Hoferichter. Jetzt könne eine Nutzungsänderung beantragt werden. "Die erwarte ich in den nächsten Tagen", so der Stadtdirektor.

30 Pflegekräfte haben die Malteser mittlerweile eingestellt und geschult. Weiteres Personal wird nach und nach auf jeden Fall benötigt, je mehr Menschen im Wohn- und Seniorenpflegeheim einziehen. Interessenten für eine Pflegestelle oder aber für ein Zimmer beziehungsweise Wohnung in der Senioreneinrichtung können sich entweder vor Ort an der Schützenstraße 43 informieren, oder aber bei "Wald leuchtet" am 25. September: "Hier sind die Malteser mit einem Stand vertreten", sagt Markus Kirschbaum.

Quelle: RP
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