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Solingen
Erziehungsberatungsstelle richtet sich neu aus

Solingen. Derzeit steht die Arbeiterwohlfahrt (Awo) mit ihrer Erziehungsberatungsstelle (EZB), aber auch dem Kooperationsprojekt von Awo und dem Psychosozialen Trägerverein (PTV) "kips", vor großen Veränderungen. Das beginnt schon beim Führungswechsel der EZB. Nach 24 Jahren Mitarbeit verabschiedet sich Almuth Podola in den Ruhestand. "Sie hat lange verdienstvoll für uns gearbeitet und vieles mit aufgebaut", erklärt Awo-Vorstand Dirk Wiebenga. Durch ständige Fort- und Weiterbildungen hat sich Almuth Podola stets zusätzlich qualifiziert. "Ich habe 1992 angefangen in der sozialpädagogischen Familienhilfe zu arbeiten", erinnert sich Almuth Podola. Seit 2006 war sie als Leiterin der EZB beschäftigt. Dabei war ihr immer wichtig, ganze Familien zu beraten. Zunächst hatte Dirk Wiebenga Sorge, einen adäquaten Ersatz für Almuth Podola zu finden. Doch nun scheint mit Michael Scharmann ein geeigneter Nachfolger vorhanden zu sein. Von Sandra Grünwald

Der 55-jährige Solinger hat als Dipl. Psychologe bereits beim PTV gearbeitet. "Ich wollte mehr mit Familien machen", erzählt er. So wechselte er in die Jugendhilfe. Vor drei Jahren fing er bei der Stadt Remscheid an, wo er in der Erziehungsberatung als stellvertretender Leiter tätig war. "Ich habe mit Kindern von psychisch kranken Eltern gearbeitet", sagt Scharmann. Derzeit wird er von Almuth Podola eingearbeitet, um ihn für seine Aufgabe als Leiter der Awo-Erziehungsberatungsstelle zu rüsten. Die Einstellung eines Psychologen ist kein Zufall, denn die finanziellen Engpässe erfordern eine Neuausrichtung der EZB und des "kips", das sich um Kinder und Jugendliche von psychisch kranken Eltern bemüht. Da die Landesmittel seit Beginn der Finanzierung nicht erhöht wurden und somit die steigenden Kosten von der Stadt übernommen werden mussten, ist nun ein Stadium erreicht, das eine Zusammenlegung der EZB mit dem Projekt "kips" unumgänglich macht. Zwar ist der Bedarf an den Angeboten von EZB und "kips" steigend - die EZB berät jährlich rund 300 Familien, "kips" hat in den vergangenen zehn Jahren um die 400 Kinder und Jugendliche erreicht -, dennoch bedeutet die Zusammenlegung nicht nur eine Einsparung an Kosten, sondern auch eine Reduzierung der allgemeinen Beratungskapazität. "Uns geht es zunächst um die Sicherstellung der beiden Dienstleistungen", betont Dirk Wiebenga. Nun will die Awo sich verstärkt nach möglichen Fördermitteln umsehen, um die Finanzierung zu sichern.

Quelle: RP
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