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Solingen
Ferienauftakt auf vier Rollen

Solingen. Laut und bunt ging es zu, als im Rollhaus die Skater los waren. Zwei Stunden hatten sie Zeit, um sich warmzulaufen, ihre Form zu prüfen und zu entscheiden, ob sie sich auf die Teilnehmerliste setzen lassen oder nicht. "Die Tagesform ist bei den Skatern besonders wichtig", weiß Stefan Pleuger, Sportlicher Leiter des Rollhauses, der sich über die bereits elfte Auflage des "Summer Jam Contests" freute.

Der Skater-Wettbewerb hat inzwischen Tradition. So kommen nicht nur junge Leute aus Solingen. "Das Einzugsgebiet geht von Iserlohn über das gesamte Ruhrgebiet bis hin nach Mönchengladbach, den Kölner Raum und das Bergische Land", erklärt Pleuger. Sogar aus den Niederlanden war schon ein Skater am Start. "Doch eigentlich geht es überwiegend um die Solinger Jugend, die sich beim Summer Jam Contest auf die Ferien eingrooven kann".

Deshalb unterstützen die Stadtwerke Solingen bewusst den Contest zu Beginn der Sommerferien. "Weil sie den Jugendlichen in der Stadt etwas bieten wollen, die in den Ferien zuhause geblieben sind", betont Pleuger. Attraktive Preise wurden auch in diesem Jahr von verschiedenen Marken-Firmen gestiftet. "Wir haben Bretter und Rollen, Werkzeug und Kleidung, die nicht gerade preiswert ist", erzählt Pleuger. Besonders die Bretter seien beliebt. "Es kann passieren, dass ein neues Brett beim ersten Lauf schon bricht." Bei den Sprüngen werden enorme Kräfte ausgeübt, denen das Material zuweilen nicht standhält.

Bevor jedoch die Großen die Halle mit ihren Skateboards eroberten, haben die Kleinsten ihren Kids-Contest absolviert. "Es waren Teilnehmer zwischen sieben und zwölf Jahren dabei", die stolz mit ihrer Urkunde nach Hause gehen konnten. Beim Aufwärmen geht es schon mal rasant zu. Ausgefallene Sprünge werden ausprobiert. Mit Karacho geht es die Rampen runter und wieder hinauf. Die Zuschauer beobachten gebannt die einzelnen Skater. In diesem Jahr wurde zum ersten Mal kein Eintritt erhoben. "Nur wer tatsächlich am Contest teilnehmen möchte, muss seine drei Euro Startgebühr zahlen", erklärt Stefan Pleuger.

In zwei Gruppen gehen die Skater an den Start und stellen sich bei den Wertungsläufen der Jury. Einmal die Unter- und danach die Über-15-Jährigen. "Wir freuen uns jedes Mal, wenn wir den drei Erstplatzierten ihre Preise überreichen dürfen", verrät Pleuger. In diesem Jahr im Wert von jeweils rund 180 Euro. Und natürlich wird an diesem Tag auch gefeiert und erzählt - und es herrscht reger Austausch über das Lieblingsthema der Skater. "Wir sind hier wie eine große Familie."

(sue)
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