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Solingen
Frühstart beim Verkauf des Silvester-Feuerwerks

Solingen. Unternehmer Siegfried Lapawa will die Herzen der Feuerwerk-Fans höher schlagen lassen. "Nie waren die Familienpakete größer - nie waren die Batterien bombastischer", verspricht der Solinger bei seinem Lagerverkauf mit Frühstart. Von Günter Tewes

Eine Minute nach Mitternacht öffnen in der Nacht zum Dienstag die Silag-Pforten in Langenfeld. Der Verkauf von Knallern und Co. ist nur vom 29. bis zum 31. Dezember erlaubt.

Lauter, bunter, gefährlicher - Ordnungsamtsleiter Stephan Trunk warnt, die Sicherheit bei dem Spektakel mit Böllern und Raketen nicht aus den Augen zu verlieren. Wer sich fahrlässig verhält oder gegen bestehende Gesetze und Verordnungen verstößt, muss in der Regel für den Schaden haften. In den Niederlanden richten inzwischen immer mehr Gemeinden feuerwerksfreie Zonen ein.

In Solingen ist das kein Thema angesichts der strengen Regeln in Deutschland. Trunk verweist auf die Sprengstoffverordnung: "Das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie Reet- und Fachwerkhäusern ist verboten." Nun, Reet ist in diesen Breiten eher selten, Fachwerk gehört dagegen in der Klingenstadt zum Straßenbild. Die Solinger sind sensibilisiert, beobachtet Trunk. In all den Jahren seien beim Ordnungsamt noch keine Beschwerden wegen Silvesterfeuerwerk eingegangen.

Frank-Michael Fischer kann sich allerdings noch gut an die Silversternacht '99 mit einer dramatischen Einsatzlage erinnern. "Die ist unvergessen", sagt der Feuerwehr-Chef angesichts der drei Groß- und 20 Kleinbrände innerhalb von zwei Stunden. In Widdert war damals jedenfalls eine Silvesterrakete statt aufzusteigen in ein frisch restauriertes Fachwerkhaus gesaust und hatte den Dachstuhl in Brand gesetzt. Von solchen Einsätzen ist die Feuerwehr in den vergangenen Jahren verschont geblieben. Einzelne Kleinbrände mussten zum Jahreswechsel aber stets bekämpft werden.

Silvester hält die Berufsfeuerwehr für die Löschzüge beziehungsweise die technische Hilfeleistung die normale Personalstärke vor: Das sind 28 Kräfte auf den Wachen. Daneben organisieren die Freiwilligen Löschgruppen einen Bereitschaftsdienst. Zudem sind bei der Berufsfeuerwehr 14 Frauen und Männer in der Neujahrsnacht im Einsatz auf den sieben Rettungswagen, einer mehr als sonst.

Eine größere Zahl von Rettungseinsätzen wird erwartet, vor allem alkoholbedingt bei all den Feiern. "Natürlich ist in jedem Jahr auch der ein oder andere dabei, der vom Feuerwerk verletzt wurde", schildert Fischer; und auch er warnt: Nicht geprüfte Knallkörper, illegal eingeführt oder auch selbst gebastelt, stellen eine besondere Gefahr dar. "Vor allem Minderjährige sind von Feuerwerkskörpern fasziniert. Erwachsene sollten daher mit ihren Kindern über die Gefahren reden. Wer umsichtig und verantwortungsvoll mit Böllern umgeht, kann als Vorbild so manche schwere Verletzung verhindern."

Quelle: RP
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