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Solingen
Kurzbach will Band zur Rheinschiene stärken

Solingen. Der Start der Tour de France 2017 in Düsseldorf könnte beispielsweise für Stadt-Marketing genutzt werden. Von Martin Oberpriller

Solingens Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) will die Nähe zu den Metropolen Düsseldorf und Köln zu einem Standortvorteil für die Klingenstadt machen. Ziel müsse es sein, Events in den benachbarten Großstädten so zu nutzen, dass auch Solingen in einem günstigeren Licht erscheine, sagte der OB jetzt.

So biete zum Beispiel der Start der Tour de France im kommenden Jahr in Düsseldorf die Chance, selbst zu profitieren, hieß es aus dem Rathaus. Zwar sei es unrealistisch, das Fahrerfeld in Form einer Durchfahrt beziehungsweise eines Etappenendpunktes nach Solingen zu holen, sagte eine Sprecherin der Stadt auf Nachfrage unserer Redaktion. Gleichwohl gebe es andere Möglichkeiten, aus einem Event wie der Tour einen Mehrwert für die Klingenstadt zu ziehen.

"Die Überlegungen befinden sich natürlich noch in einer frühen Anfangsphase", betonte die Rathaussprecherin. Nichtsdestoweniger sei zu überlegen, ob zum Tourstart im Sommer 2017 nicht zum Beispiel Shuttle-Busse von der Klingenstadt aus in die Landeshauptstadt eingesetzt werden könnten, um Solinger nach Düsseldorf zu bringen. "Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Werbung für unsere Stadt zu machen. Solingen-Fahnen vor den TV-Kameras sind da nur eine erste Überlegung", konkretisierte die Stadtsprecherin.

Der Oberbürgermeister hatte bereits vor seinem Amtsantritt im OB-Wahlkampf des zurückliegenden Jahres angekündigt, neben der Pflege der Beziehungen zu den bergischen Nachbarstädten Wuppertal und Remscheid die Kontakte in die Rheinschiene intensivieren zu wollen. Gerade für Solingen böten sich aufgrund der räumlichen Nähe zu Düsseldorf und Köln etliche Chancen, die bisher noch nicht in einem ausreichenden Maße genutzt worden seien, hatte Tim Kurzbach in diesem Zusammenhang stets betont.

Tatsächlich gehört Solingen wegen seiner im Vergleich weiter moderaten Immobilienpreise sowie Mieten schon seit einigen Jahren zu einem bevorzugten Zuzugsgebiet gerade für junge Familien aus den Metropolen. Zuletzt waren in der Klingenstadt auch immer mehr Neubürger registriert worden, die zuvor im Speckgürtel Düsseldorfs lebten, sich die dortigen Mieten aber nicht mehr leisten konnten.

Quelle: RP
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