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Solingen
Polizei hat die Raser unter Kontrolle

Solingen: Polizei hat die Raser unter Kontrolle
Am Messpunkt Remscheider Straße musste Polizeioberkommissar Christian Blüggel gestern zwischen 6.30 und 9 Uhr nur einen Verkehrsteilnehmer rauswinken, weil er zu schnell unterwegs war. FOTO: Kister-Preuss
Solingen. Beim 8. Blitzmarathon wurden auch Anregungen der Bürger aufgenommen. Spektakuläre Negativrekorde gab es nicht. Von Annemarie Kister-Preuss

Gemessen wurde alles: Vom Traktor bis zum hochmotorisierten Geländewagen. Auf 200 Fahrzeuge richtete sich gestern zwischen 6.30 und 9 Uhr die Laserpistole am Messpunkt Remscheider Straße, einem von 13 im Solinger Stadtgebiet, die die Polizei beim 8. Blitzmarathon ausgesucht hatte. Doch nicht nur die Verkehrsexperten bei der Polizei bestimmten, wo die Verkehrsteilnehmer kontrolliert werden sollen, auch Bürger hatten wieder Vorschläge machen können. So kamen zehn der 13 Messpunkte auf Anregung von Anwohnern zustande.

"Dafür haben wir heute auch schon ein Dankeschön bekommen", sagt Polizeisprecher Klaus Theisen, der mit seinen Kolleginnen und Kollegen gestern Morgen an der Remscheider Straße Stellung bezogen hatte. Gut 350 Fahrzeuge, so schätzt sein Kollege Christian Blüggel, nutzten zwischen 6.30 und 9 Uhr die Remscheider Straße in Richtung Müngsten, von denen 200 mit Hilfe der Lasertechnik kontrolliert wurden.

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Das Ergebnis war für die Polizei durchaus erfreulich: Nur ein Fahrer war zu schnell unterwegs mit 62 statt der dort erlaubten 50 km/h. Mit einem Verwarnungsgeld in Höhe von 25 Euro wurde dieser Verstoß geahndet. Denn der Sinn der Kontrollen, so Polizeioberkommissar Blüggel, ist das Sinken des allgemeinen Geschwindigkeitsniveaus nicht nur an diesem einen Tag. Denn Polizei und auch das städtische Ordnungsamt kontrollieren an nahezu jedem Tag die Geschwindigkeit, mit der Verkehrsteilnehmer auf Solingens Straßen unterwegs sind. Auch gestern waren neben den Polizeikräften auch die Radarwagen des Ordnungsamtes unterwegs.

Verständnisvoll zeigten sich die Autofahrer gestern angesichts der Kontrollen. "Wer erwischt wird, ärgert sich in der Regel nicht über die Polizei, sondern über seine eigene Dummheit", sagt Klaus Theisen. Seltener erwischt werden wohl jene Verkehrsteilnehmer, die andere per Lichthupe vor der Messstelle warnen. "Das ist unberechtigter Gebrauch der Lichthupe und zieht zehn Euro Verwarnungsgeld nach sich", erläutert Klaus Theisen.

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Am Messpunkt Remscheider Straße standen die Polizeibeamten gestern nicht nur aufgrund der Bürgeranregungen, auch gilt die Straße vor allem in ihrem kurvenreichen Teil als Unfallschwerpunkt. "Im vergangenen Jahr gab es hier vier Unfälle mit drei verletzten Personen", erklärt Christian Blüggel und ist gleich beim Thema: Zu schnelles Fahren ist Killer Nummer Eins im Straßenverkehr.

Die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden hat sich im Bereich der Kreispolizeibehörde Wuppertal 2014 um 190 auf 1782 erhöht, in Solingen wurden 497 Verkehrsteilnehmer verletzt. Geschwindigkeit entscheidet über Leben und Tod, weiß die Polizei, daher wird es auch künftig Aktionen wie den Blitzmarathon geben.

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In der Rubrik "Tageshighlight" hat Christian Blüggel in sechs Jahren, seit er beim Blitzmarathon mitmacht, jedoch noch nichts eintragen können.

Quelle: RP
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