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Bergischer HC
Der BHC will in die Emotionen kommen

Bergischer HC: Der BHC will in die Emotionen kommen
BHC-Trainer Sebastian Hinze geht mit Emotionen immer voran. FOTO: Imago
Solingen. Das Derby morgen in Gummersbach bietet die nächste Chance, den Negativlauf in der Handball-Bundesliga zu beenden. Von Georg Amend

Die Gefühlslage nach den Spielen in der Handball-Bundesliga war bei den Akteuren des Bergischen HC zuletzt arg eindimensional: Enttäuschung. Acht Partien in Folge wurden nicht gewonnen, das 21:21 im Heimspiel gegen Aufsteiger TVB Stuttgart war nicht der Befreiungs-, sondern ein Nackenschlag.

Entsprechend hält man sich mit Kampfansagen vor dem bergischen Derby morgen (19 Uhr) beim VfL Gummersbach zurück. "Wir fahren dahin, um ein gutes Spiel zu machen und etwas mitzunehmen. Das ist immer unser Ziel", sagt BHC-Trainer Sebastian Hinze. Zwar ergänzt er: "Ich sehe dafür auch ganz gute Möglichkeiten", doch er weiß ebenso: "Gummersbach hat einen sehr, sehr guten Lauf. Sie haben die letzten drei Spiele und die letzten zwei Heimspiele gewonnen. Sie fühlen sich wohl." Der BHC eher nicht.

Schlecht war aber nicht alles, und so betont Hinze: "Die Basis unseres Spiels muss stimmen. Das war in den letzten Spielen der Fall. Das Rückzugsverhalten, die Abwehr im Paket mit dem Torhüter - das muss passen. Wir müssen nur mehr daraus machen als in den letzten Spielen." Denn da vergab der derzeitige Tabellendrittletzte in entscheidenden Phasen Vorteile und Führungen. Das Rezept dagegen klingt einfach: "Wir müssen uns fragen: Welche Entscheidungen treffen wir? Womit waren wir erfolgreich? Das sind dann die Mosaiksteine. Entscheidend ist, dass wir in unser Spiel kommen, dass wir eine gute Abwehr bauen, und dass Gummersbach immer gegen uns angreifen muss", erklärt der Trainer, der mit Blick auf die letzte Partie in Gummersbach, die 28:31-Niederlage Anfang März, erinnert: "Gummersbach war da über 60 Minuten die bessere Mannschaft. Das ist nicht das, was wir im Moment wollen, sondern dass wir Kontrolle über unser Spiel haben und die Sachen, die erfolgreich waren, konsequent durchziehen."

Etwas, was es dabei abzustellen gilt: "Wir haben in den letzten zwei Spielen generell eine hohe Anzahl an technischen Fehlern gehabt und sind dafür relativ häufig bestraft worden", weiß Hinze. "Es ist unser hohes Ziel, dass wir diese Quote wieder in den Griff kriegen."

Mit dabei helfen kann Kristian Nippes, der nach seiner langen Knieverletzung nun eine schmerzhafte Hüftprellung aus der Partie beim SC DHfK Leipzig nahezu auskuriert hat: "Es beeinträchtigt mich beim Sport nicht mehr", bekundet der Halbrechte, der sich auch sonst gut fühlt: "Mit dem Knie ist es wie erhofft: Mit der nötigen Pause ist es stabil und belastbar geworden. Vom Kopf her war ich nach der Verletzung wieder relativ schnell drin, aber man kann noch so viel im Wald laufen - das erste Spiel ist konditionell kräftezehrend. Das lässt in den Spielen dann mehr und mehr nach, und jetzt fühle ich mich, als wäre ich nie weg gewesen." Dafür fehlt ihm im verletzten Maximilian Hermann eine Alternative auf seiner Position. "Das ist nicht ideal, aber es ist wie es ist, und wir müssen es auffangen", sagt Nippes. Zum Gummersbach-Spiel meint er: "Ich glaube nicht, dass das Derby der ausschlaggebende Punkt für Emotionen ist, sondern dass wir das Spiel eng gestalten. Dann werden wir Emotionen haben und uns irgendwann dafür belohnen." Und dann ist auch die Gefühlslage gleich eine ganz andere.

Quelle: RP
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