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Handball
Entscheidung in der Schlussphase

Solingen. HSV-Frauen müssen sich in der 3. Liga der TSG Eddersheim geschlagen geben.

TSG 1888 Eddersheim - HSV Gräfrath (Frauen) 29:25 (15:14). Zehn Minuten vor Spielende befanden sich beide Mannschaften beim 24:24 noch auf Augenhöhe. Die Drittliga-Handballerinnen des HSV Gräfrath waren drauf und dran, beim Tabellendritten in Eddersheim für eine dicke Überraschung zu sorgen - und absolute Bonuspunkte auf dem Weg zum Klassenerhalt zu holen. Und das, obwohl mit Kamila Caluzynska, Lena Heider, Steffi Bergmann und Mariko Ikeda vier wichtige Spielerinnen wegen Verletzung oder Krankheit gar nicht dabei waren.

"Wir haben über weite Strecken wirklich richtig gut gespielt. Leider haben wir uns ein besseres Abschneiden durch zahlreiche technische Fehler in den letzten Minuten kaputt gemacht", berichtete ein enttäuschter Trainer Helmut Menzel. In der verbleibenden Spielzeit rannten die Gäste einem Rückstand hinterher und beim Versuch zur Aufholjagd erlaubten sich die Solingerinnen zu viele Ungenauigkeiten. "Damit haben wir den Gegner zu einfachen Gegenstößen förmlich eingeladen. Das war sehr schade, denn meine Truppe hatte wesentlich mehr verdient gehabt", betonte der Übungsleiter.

Dabei starteten die Gräfratherinnen in der Rolle des krassen Außenseiters vielversprechend in das Aufeinandertreffen. Im ersten Spielabschnitt entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, kein Team konnte sich deutlich absetzen. Bis in die Schlussphase sollten die Leistungsunterschiede nur minimal bleiben. "Wir haben leider von den beiden Halbpositionen nicht so glücklich agiert", verwies Menzel auf etliche Fehlwürfe und technische Fehler aus dem Rückraum. Die Gäste kompensierten dies zwar durch eine kämpferisch hervorragende Vorstellung, doch in der Schlussphase wurde mehr benötigt, als reiner Kampf. Und laut Menzel hatten die Eddersheimerinnen gerade in diesem Bereich wesentlich mehr zu zusetzen.

Zeit zum Trauern bleibt nicht, denn bereits Sonntag steht das so wichtige Abstiegsduell mit dem Tabellennachbarn HSG Gedern/Nidda auf dem Programm. "Da müssen wir wieder in die Erfolgsspur zurückfinden, um uns da unten in der Tabelle frei zu schwimmen", so der Übungsleiter.

(lhep)
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