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Aktion Plagiarius
Fälschungen und Originale im Wirtschaftsministerium

Solingen. Schon seit Langem haben sich die Aktion Plagiarius und das Museum Plagiarius im Solinger Südpark dem Kampf gegen die Produktpiraterie verschrieben. Denn immerhin gehen Experten davon aus, dass durch Fälschungen von Markenprodukten allein in Deutschland jährlich ein Schaden von rund 30 Milliarden Euro entsteht.

Seit gestern und bis einschließlich 26. November werden im Foyer des NRW-Wirtschaftsministeriums in Düsseldorf etwa 40 besonders dreiste Plagiate sowie die dazugehörigen Originale zu sehen sein. Zur Eröffnung der Ausstellung mit dem Titel " Ideenklau - Original vs. Fälschung" betonte der nordrhein-westfälische Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) die Notwendigkeit, Fälschern entschlossen entgegenzutreten. "Unternehmen müssen sich vor Plagiaten schützen", sagte der Minister, der zusammen mit der Geschäftsführerin der Plagiarius Consultancy, Christine Lacroix, in einer Talkrunde mögliche Strategien im Kampf gegen die Produktpiraten erörterte.

Immerhin steht nicht allein der ökonomische Schaden, so schlimm dieser für die betroffenen Firmen auch sein mag, im Raum. Vielmehr gehe es auch um Sicherheit, sagte Christine Lacroix, die durch Plagiate und Fälschungen "Gefahren für Verbraucher und leichtgläubige Schnäppchenjäger" sieht. Auch deshalb sei es wichtig, dass Unternehmen - besonders in der Kreativbranche - Strategien entwickelten, um Marken- und Produktpiraterie zu verhindern.

Im Wirtschaftsministerium (Berger Allee 25, 40213 Düsseldorf) sind unter anderem falsche Teekannen, Gameboys und Druckmessgeräte ausgestellt, die von der Aktion Plagiarius zur Verfügung gestellt wurden. Die Ausstellung ist montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr geöffnet.

(or)
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