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Pulitzer-Preis
Kurzbach gratuliert Daniel Etter per E-Mail

Solingen. Oberbürgermeister Tim Kurzbach hat dem aus Solingen stammenden Autor und Fotografen Daniel Etter zum Gewinn des Pulitzer-Preises 2016 in der Sparte Auslandsreportage gratuliert. Etter hatte für eine Reportage in der renommierten New York Times ein Foto beigesteuert, das einen irakischen Vater in dem Moment zeigt, als sein Flüchtlingsboot nach einer Beinahe-Havarie wohlbehalten auf Land trifft. Der Mann bricht in Tränen der Erleichterung aus.

In einem per E-Mail versandten Glückwunsch schrieb Kurzbach: "Ihr Foto, das aus diesem Anlass auch der deutschen Öffentlichkeit bekannt geworden ist, hat in Ihrer Heimatstadt viele Menschen berührt. Auch Solingen beherbergt derzeit rund 2500 Geflüchtete, denen Mitgefühl und große Hilfsbereitschaft entgegen gebracht wird. Diejenigen, die auf der anderen Seite ihrem Misstrauen und ihrer Ablehnung Ausdruck verleihen, sind - das steht zu hoffen - durch eine so ausdrucksstarke Momentaufnahme wie Ihr Preisträgerfoto eher zu berühren als durch rationale Argumentation." Der Preis werde für eine weltweite Verbreitung des Motivs sorgen und somit ein starkes Bekenntnis abgeben. Das müsse, so schrieb Solingens Stadtchef, all diejenigen freuen, die sich für ein offenes Willkommen statt für Ablehnung entschieden und die im übrigen dafür votierten, die Ursachen für Flucht weltweit und mit vereinten Kräften zu bekämpfen. Kurzbach schrieb weiter: "Wir brauchen Journalisten, die Verantwortung übernehmen, wenn es darum geht, Entscheidungen vorzubereiten und zu treffen".

Daniel Etter ist in Widdert aufgewachsen und hat sein Abitur am August-Dicke-Gymnasium gemacht. Heute lebt er im katalonischen Barcelona. Der Pulitzer-Preis ist der weltweit bekannteste Preis für journalistische Arbeiten.

(red)
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