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Solingen
Stoff gewechselt in der Cobra

Solingen: Stoff gewechselt in der Cobra
Eine große Auswahl bot der "Stoffwechsel" in der Cobra an der Merscheider Straße, entsprechend groß war auch der Andrang. FOTO: Stephan Köhlen
Solingen. Jede Menge Trödel von Frauen und Mädchen für Frauen und Mädchen an der Merscheider Straße. Von Sandra Grünwald

Auf jedem freien Fleckchen waren Stände aufgebaut. In der Kantine, der Garderobe, im Biergarten und natürlich im großen Saal. Hier tummelten sich schon gleich nach der Eröffnung am Samstagvormittag zahlreiche Besucherinnen. Denn die Merscheider Cobra war wieder einmal Schauplatz eines ganz besonderen "Stoffwechsels" geworden.

Hier gab es jede Menge Trödel von Frauen und Mädchen für Frauen und Mädchen. Vor allem natürlich Kleidung in allen Größen, Variationen und Farben. Sommerliche Tops und luftige Kleider, T-Shirts und Shorts. Sogar Winterkleidung, wie dicke Wollpullover standen zum Verkauf, was bei den hochsommerlichen Temperaturen ein seltsam mutender Anblick war. Schuhe, Taschen, Bücher und Schmuck rundeten das Angebot ab.

Vor allem die schöne Atmosphäre ist es, für die dieser Trödelmarkt bekannt ist. Heike Gawenda ist bereits zum zweiten Mal hier. "Eine Freundin hatte es mir empfohlen", erzählt sie. "Die Frauen hier sind alle nett und super entspannt." Es gebe kein Gezicke. "Es ist eine super Atmosphäre hier."

Fündig ist sie auch schon geworden. "Ich habe ein Paar Schuhe, zwei Pullis und ein Top gekauft." Und das ist erst der Anfang. Auf den Tischen liegen Jeans und Shirts aus, an den Ständern hängen Blusen und Jacken. Überall wird geschaut, die Stoffe prüfend ertastet und gehandelt. Auch am Stand von Maria Mamone. Sie ist zum ersten Mal als Verkäuferin dabei. "Ich habe nur Gutes gehört", verrät sie. Deshalb hatte sie sich schon vor langer Zeit vorgenommen, mitzumachen.

Aber meist fiel der "Stoffwechsel" in die Urlaubszeit. "Es hat bisher nie geklappt." Deshalb freut sie sich, dass sie in diesem Jahr mit dabei sein kann. "Ich wollte auch einmal die Erfahrung machen." In all der Zeit habe sich viel angesammelt, das nun den Besitzer wechseln darf. Außerdem hat Maria Mamone sogar selbst genähte Sachen mitgebracht, die sie anbietet. Und eins kann Maria Mamone in jedem Fall schon sagen: "Es ist eine gute Atmosphäre hier."

Tatsächlich herrscht trotz der Hitze ein dichtes Gedränge zwischen den Ständen. Frauen und Mädchen, von der Jugendlichen bis zur Seniorin mit Rollator, sind hier unterwegs, um ein kleines oder gleich mehrere Schnäppchen zu machen. Nur ganz selten hat sich ein männlicher Besucher hierher verirrt. So finden die zum Teil noch neu wirkenden und doch aussortierten Kleidungsstücke eine neue Verwendung und landen nicht in der Kleidersammlung oder gar der Mülltonne.

Quelle: RP
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