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Tönisvorst
Die Motown-Hits begeistern auch heute noch

Tönisvorst. Auf große Begeisterung stieß die Mischung aus Schauspiel und Konzert, die das Ensemble aus dem Theater im Rathaus Essen in einer Produktion des Euro-Studios Landgraf im Corneliusforum zeigte. Auf Einladung des Stadtkulturbundes waren die Musiker, Sänger, Tänzer und Schauspieler nach Tönisvorst gekommen. Fast 500 Zuschauer erlebten einen besonderen Abend bei dieser musikalischen Begegnung mit dem Titel "Motown - die Legende". Von Stephanie Wickerath

Erzählt wird die Geschichte von Berry Gordy, der in den 1960er-Jahren in seiner Heimatstadt Detroit das Plattenlabel "Motown" gründete. "Der Name leitet sich von Motor-Town, Autostadt, ab, dem Namen, unter dem Detroit seinerzeit bekannt war", erzählt Wilson Michaels, der auf der Bühne in die Rolle des Bandleaders Lance schlüpft und als Musical-Darsteller unter anderem aus dem "König der Löwen" und "Miss Saigon" bekannt ist. Als Bandleader will er bei seinen Musikern die Leidenschaft und das Feuer hinaufbeschwören, "den Geist der frühen Motown-Jahre."

Seine Band, bestehend aus Marion Campell als Judy, Meimouna Coffi als Linda, David-Michael Johnson als Syd, Koffi Missah als Zack und den Musikern Joscha Glass (Bass), Dominik Franke (Keyboard), Thomas Zander (Saxofon), Richy Denis (Schlagzeug) und Martin Werner (Gitarre), ist schnell gepackt von diesem Fieber. Gemeinsam spielen sie all die Lieder, die das Platenlabel Motown zu dem erfolgreichsten der Welt werden ließen.

Im ersten Teil erleben die Zuschauer eine Bandprobe, in die die Geschichte des Plattenlabels einfließt und die Choreografie der damaligen Zeit einstudiert wird. Im zweiten Teil treten die Musiker in Abendgarderobe auf und geben ein Konzert, das so überzeugend ist, dass ein Zuschauer sich gar einen Song wünscht (der aber leider nicht auf der Playlist steht). Dafür aber tauchen längst vergessene Titel wieder auf, die mit absolut überzeugenden Stimme wiedergegeben werden: "Money, that's what I want", "Please, Mister Postman", "My girl", "When a man loves a women", "Superstition", "Papa was a rollin' stone", "Dancing in the streets", "Sweet soul music", "Baby love" und "Never can say goodbye" gehören dazu, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Bei der Ankündigung einiger Lieder, etwa von den Temptations oder den Supremes, geht ein Raunen durch das Publikum. Viele springen auf, klatschen und bewegen sich zur Musik. Am Ende sind sich alle einig: Das war ein absolut gelungener Abend.

Quelle: RP
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