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Tönisvorst
Profil umgeben von abstrakter Kunst

Tönisvorst: Profil umgeben von abstrakter Kunst
Die Tönisvorster Künstlerin Lavinia Dierkes zeigt ihre Arbeiten bis Ende Januar im Gemeindezentrum der evangelischen Christuskirche in St. Tönis. FOTO: Kaiser
Tönisvorst. Arbeiten der Künstlerin Lavinia Dierkes sind im Gemeindezentrum zu sehen. Von Stephanie Wickerath

Abstrakte Kunst mit intensiven Farben auf große Leinwand gebracht, das ist das Markenzeichen von Lavinia Dierkes. Im Gemeindezentrum der Christuskirche stellt die Künstlerin aus Tönisvorst noch bis Ende Januar einige ihrer Werke aus. Zu sehen sind sie nach dem Gottesdienst am Sonntagvormittag. Alle Bilder stehen zum Verkauf.

Erst vor zehn Jahren hat Lavinia Dierkes mit dem Malen begonnen. "Ich habe aus einem Gefühl heraus damit angefangen", erzählt die 42-Jährige. "Da war etwas in mir, das heraus wollte." Schnell habe sie gemerkt, dass sie weder mit kleinen Leinwänden, noch mit gegenständlicher Malerei etwas anfangen kann. "Ich brauche viel Platz und lebendige Farben", sagt die Künstlerin. Ihre Werkstoffe sind dicke und hochwertige Leinwände sowie intensive Aryl-Farben, die sie selber mischt. "Mit Ölfarben kann ich nicht arbeiten, dazu bin ich zu ungeduldig", sagt die temperamentvolle Frau.

Neun Werke hat Lavinia Dierkes für den hellen, lichtdurchfluteten Flur des Gemeindezentrums ausgesucht. "Ich habe bewusst wenige Bilder genommen, denn die Stücke brauchen Raum, um wirken zu können", sagt die Künstlerin. Ideen für die Werke sammelt Dierkes in der Natur. "Ich sehe eine bestimmte Farbkomposition, gehe ein paar Monate mit einer Idee schwanger und dann stelle ich mich vor die Leinwand und fange an", schildert die Künstlerin den Schaffungsprozess.

Über das Ergebnis ist die 42-Jährige oft selber erstaunt. "Ich trage viele verschiedene Schichten auf, einige werden überdeckt, andere scheinen durch." Auch andere Materialien baut die Künstlerin teilweise in ihre Werke ein. So sind in dem überwiegend grünen Bild mit dem Titel "Hoffnung" Kaminasche und Wellpappe verarbeitet. In "P14" korrespondiert zartes Seidenpapier mit grobem Gipsverband. Ein Werk, das seinen Namen völlig zu Recht trägt, ist das Gemälde "Blickfang". Kräftiges Pink und intensives Grün dominiert die obere Hälfte. Rechts ist das Bild schwarz, die linke untere Hälfte ist rostfarben. Auch die Farbe Weiß hat einen hohen Anteil. Und wer genau hinsieht, entdeckt in der Mitte das Profil eines Kindes.

Organsiert hat die Ausstellung Karin Schütte, die in der Künstlergruppe "facette" und in der evangelischen Kirchengemeinde aktiv ist. Die Ausstellung läuft im Rahmen der neuen Kulturreihe "Götterspeise".

Quelle: RP
 
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