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Viersen
Azubis übernehmen Berufsberatung

Viersen: Azubis übernehmen Berufsberatung
Elisa Meys (M.) und Verena Schmitz (r.) sind als Ausbildungsbotschafterinnen der Firma Lettermann in der Realschule an der Josefskirche gekommen, um Schülern Einblicke in medizinisch-technische Ausbildungsberufe zu geben. FOTO: paka
Viersen. Die Zehntklässler der Realschule an der Josefskirche stehen vor einer wichtigen Entscheidung: Wie geht es nach dem Abschluss weiter? Ausbildungsbotschafter eines Viersener Unternehmens gaben Tipps Von Jiota Kallianteris

Was mache ich nach der Schule? Welcher Beruf könnte der richtige sein? Diese Fragen stellt sich wohl jeder Jugendliche, der kurz vor dem Schulabschluss steht und sich mit dem Beginn eines neuen Lebensabschnitts auseinandersetzen muss. In dieser Phase der Orientierung bietet die Realschule an der Josefskirche ihren Schülern Hilfe und Beratung an.

Dafür hat sie das Studium- und Berufsorientierungs-Konzept eingeführt. Zuständig sind die Lehrerinnen Dagmar Ninnemann und Sarah Houggati. Zudem besucht einmal im Monat ein Berufsberater der Bundesagentur für Arbeit die Schule, und das Thema ist Teil des Unterrichts, etwa im Fach Politik.

Darüber hinaus organisieren die Lehrerinnen zusammen mit dem Sanitätshaus Lettermann Vorträge für die zehnten Klassen. Dazu entsendet das Viersener Unternehmen seine sogenannten Ausbildungsbotschafter: Elisa Meys und Verena Schmitz, selbst Auszubildende bei Lettermann, haben eigens für diese Beratungstätigkeit ein Seminar der Industrie- und Handelskammer absolviert. Nun dürfen sie ihre Erfahrungen und Details zu den Ausbildungsberufen ihres Betriebs weitergeben. Und sie tun dies mit Begeisterung. "Uns ist wichtig, dass wir mit den Jugendlichen auf Augenhöhe reden können", sagt Verena Schmitz. "Leider gab es solche intensiven Einblicke in potenzielle Ausbildungsberufe zu meiner Zeit nicht." Ihre Kollegin ergänzt: "Mir ist es wichtig, auch auf die Vorzüge hinzuweisen, die ein gutes Team innerhalb eines Unternehmens mit sich bringt. Wenn der Zusammenhalt und das Arbeitsklima stimmen, macht eine Ausbildung gleich viel mehr Spaß und bringt auch bessere Ergebnisse."

In der Realschule können sich die Jugendlichen über acht unterschiedliche Ausbildungsberufe informieren: Kaufleute im Einzelhandel, für Büromanagement, für Marketing und Kommunikation sowie im Gesundheitswesen, für die Orthopädie-Schuhtechnik sowie den Beruf des Orthopädie-Technikers/Mechanikers, die Fachkräfte für Lagerlogistik und die Informations- und Telekommunikations-System-Elektroniker.

"Ich finde es sehr spannend, was es für Berufe dort gibt und konnte mich heute gut informieren", sagt Vanessa Bese. Die 16-Jährige hat ein Praktikum im Krankenhaus gemacht und kann sich eine Ausbildung in dieser Branche gut vorstellen. Celina Kirschbach (15) hat Gefallen am Berufsbild der Medizinischen Fachangestellten gefunden. "Gute Infos, das könnte etwas für mich sein", sagt sie. Klassenlehrerin Anne Helgers ist sehr zufrieden. "Ich bin begeistert über das Engagement der Betriebe", sagt sie. "Die Botschafter sind Auszubildende und keine Theoretiker. So können sie authentisch aus dem eigenen Berufsleben berichten."

"Bei uns kann jeder Schüler auch ruhig mal einen Tag lang reinschnuppern", sagt Anette Pies, die als Teamleitung für das Mitarbeiter-Management bei Lettermann zuständig ist. "Kurz bei uns nachfragen. Wir freuen uns, den zukünftigen Schulabsolventen ein Stück Arbeitswelt näher zu bringen."

Quelle: RP
 
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