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Brüggen
Brüggener Rat stimmt für neue Friedhofsgebühren

Brüggen. Die Gespräche über den Verkauf der Friedhofshalle in Bracht an die Kirche schreiten fort. Kämmerer Oliver Mankowski hofft, dass dieser Punkt der neuen Friedhofssatzung nie zum Tragen komme und für die Nutzung der Halle im Jahr 2017 keine Gebühr berechnet werden müsse.

Dennoch wurde dort ein Preis für die Nutzung der Brachter Friedhofshalle für 2017 festgelegt. Die Gebühr dafür wird von 220 Euro auf 227 Euro steigen. Die Nutzung der Leichenzelle wurde 2015 von einer pauschalen Nutzung von fünf Tagen auf eine taggenaue Abrechnung umgestellt. Für das Jahr 2017 steigt die Gebühr von 37 Euro pro Tag auf 72 Euro. Die Nutzungsgebühr für die Trauerhalle in Brüggen sinkt 2017 von 133 Euro auf 91 Euro. Auch die Gebühr für die Benutzung der Leichenzelle wird von 14 Euro pro Tag auf acht Euro pro Tag sinken.

Die Erhöhung der Gebühren kommt durch eine Konkurrenzsituation in Bracht zustande. Die Auslastung der gemeindlichen Halle in Bracht ist stark gesunken, da viele Familien die Angebote der Bestatter nutzen, die eigene Trauerräume anbieten. In Brüggen dagegen sinken die Gebühren, da die Ortsteile getrennt kalkuliert werden.

"Eine grüne Wiese wird sozusagen als Vorrat für den Friedhof gehalten", teilt Oliver Mankowski mit. Im Liegenschaftsausschuss solle diskutiert werden, ob diese Fläche aufgrund der veränderten Bestattungskultur gehalten werden soll. Die Einbeziehung dieses Areals wirkt sich durch ihre Verzinsung in der Kalkulation aus und mache die Gebühren teurer.

Der Erwerb eines Wahlgrabes wird in Brüggen im nächsten Jahr 2100 Euro kosten (2016: 2243 Euro), ein Urnengrab beläuft sich auf 1249 Euro (2016: 1340 Euro) und ein Reihengrab auf 1473 Euro (2016: 1578 Euro). Die Bestattungskosten betragen 2017 für ein Wahlgrab 327 Euro (2016: 260 Euro), für ein Urnengrab 161 Euro (2016: 129 Euro) und für ein Reihengrab 252 Euro (2016: 200 Euro). Einstimmig wurden diese Gebühren in der jüngsten Ratssitzung beschlossen.

Günstiger beerdigt werden kann man in Born. Dort wird der Friedhof durch die katholische Kirche betrieben. Viele Ehrenamtliche engagieren sich dort, daher fallen dafür auch keine Personalkosten an, teilte Dieter Lankes mit. "Wer einem christlichen Glauben angehört, kann dort begraben werden", erläuterte Lankes.

(bigi)
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