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Schwalmtal
Ein Engel im Mammutbaum

Schwalmtal. Als Riesen sind sie schon von der Autobahn aus zu sehen und dienen damit als Wegweiser in das Bethanien Kinderdorf in Waldniel. Seit vielen Jahrzehnten krönen drei prächtige Mammutbäume den Garten der Dominikanerinnen von Bethanien auf dem Gelände Kinderdorfs. Als Franz Rosbach 1870 das Anwesen Haus Clee bewohnte, pflanzte er mit seiner Vorliebe für exotische Pflanzen die Mammutbäume. Nun hat der Kölner Künstler Michael Baerens die Bäume ausgewählt, um für das Sommerfest in Kinderdorf, das "Kinder.Kunst.Festival" (14. Juni, ab 12.30 Uhr), und die Schwalmtaler "Tage der Kunst" (26. bis 28. Juni) seine Kunst in die Bäume zu integrieren. Die Figur, aus Aluminiumfolie geformt, erinnert an einen Engel. "Ich wollte keinen Engel formen", sagt Baerens und ergänzt zwinkernd: "Wahrscheinlich ist es aber einer."

Um die Aufhängung in den 45 Meter hohen Bäumen kümmerten sich Baumkletterer des Schwalmtaler Forstunternehmens "Stumpgrinder" von Jan Andrzejewski, der sich bereit erklärte, Baerens ehrenamtlich zu unterstützen. Am Samstag sah man schon von weitem die drei Kletterer im Baum. "Es ist ein echter Kraftakt", erklärt Andrzejewski "aber gleichzeitig eine tolle Erfahrung. Wir klettern zwar viele Bäume hoch, aber die Mammutriesen sind schon etwas ganz Besonderes, denn Mammutbäume in Privatgärten haben eine viel geringere Größe."

Die Kinderdorfkinder haben sich mit einer eigenen Installation an Baerens Arbeit beteiligt. Sie fertigten mit dem Freizeitpädagogen Reinhard Ziegler einen großen Fuß, der ab 14. Juni unter den Mammutbäumen stehen wird. Ziegler: "Der Fuß soll verdeutlichen, dass der Engel aus dem Baum auch menschliche Gestalt annehmen kann. Denn das erleben wir jeden Tag hier bei uns im Kinderdorf."

(kai)
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