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Viersen
Ingenieur entwickelt ein Konzept "Zukunft Stadtgrün"

Viersen. Die Viersener Stadtverwaltung prüft, wie sich Grünflächen ökologisch aufwerten lassen Von Nadine Fischer

Ein Ingenieur wird sich in den kommenden zwei Jahren die Grünflächen der Stadt Viersen genau aussehen. Wo lässt sich neuer Lebensraum für Schmetterlinge, Bienen und heimische Singvögel schaffen? Ist irgendwo Platz für Gemüseanbau oder Wildblumenwiesen? Im Auftrag der Stadtverwaltung soll der Ingenieur ein Konzept "Zukunft Stadtgrün" erarbeiten. Das hat jetzt der Ausschuss für Bauen, Umwelt- und Klimaschutz des Stadtrates beschlossen.

Das Thema Stadtgrün beschäftigte Politiker und Verwaltung vor allem in den vergangenen zehn Jahren immer wieder. So beantragten etwa die SPD und die Grünen, Konzepte zu entwickeln, wie sich die Grünflächen vor allem ökologisch aufwerten lassen.

Die angedachte Ingenieursstelle soll auf zwei Jahre befristet sein. Pro Jahr zahlt die Stadt dafür rund 76.000 Euro. Wolfgang Dressel (FDP) merkte im Ausschuss an, man müsse sich im Hinblick auf die Kosten doch fragen, ob es wirklich nötig sei, zusätzliches Personal einzustellen. Mit dem vorhandenen Personal lasse sich das Konzept nicht bewältigen, betonte jedoch die Technische Beigeordnete der Stadt, Beatrice Kamper. Der Haushalt werde nicht belastet, ergänzte Christoph Zenz vom Fachbereich Bauen, Umwelt und Liegenschaften. Denn das Geld sei schon erwirtschaftet: Die Stadt hat es eingespart, weil im gesamten technischen Geschäftsbereich mehrere Mitarbeiter vorübergehend krankheitsbedingt ausgefallen waren.

Die Stadt Viersen unterhält insgesamt rund 800 Grünflächen, heißt es in der Sitzungsvorlage der Verwaltung. "Dazu zählen Parks, Grünanlagen, Straßenbegleitgrün, Parkplätze, Kleingartenanlagen, Kinderspielplätze, Sport- und Freizeitanlagen, Friedhöfe, unbebaute Grundstücke, sowie Grün an öffentlichen Gebäuden, Schulen und Kindertagesstätten." Etwa 30 Prozent dieser Flächen seien kleiner als 500 Quadratmeter, " die übrigen liegen zum Teil auch deutlich darüber". So sei zum Beispiel der Jubiläumsgarten Bockert rund 31.000 Quadratmeter groß.

In der Stadt gebe es noch zahlreiche Entwicklungsmöglichkeiten, betont die Verwaltung. Die ökologischen Bedingungen im Bereich Stadtgrün müssten verbessert werden. Ziel des Konzepts "Zukunft Stadtgrün" solle es nicht nur sein, die biologische Vielfalt zu stabilisieren - sondern sie zu erhöhen. Dabei sollen die Flächen aber auch ansprechend aussehen.

Als Ergebnis der Arbeit des Ingenieurs erwartet die Verwaltung ein Leitbild, das ihr als Richtschnur dient. Daraus könne sich zum Beispiel eine Pflanzenfibel nach Vorbild der Baumfibel entwickeln, sagte Zenz. Diese liefert den Viersenern Informationen mit dem Ziel, Bäume in der Stadt zu schützen und zu erhalten.

Quelle: RP
 
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