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Viersen
"Ohne Glauben an ihre Dauer wäre die Liebe nichts"

Viersen. Eiserne Hochzeit von Elisabeth und Max Lingenbrinck

Elisabeth (86) und Max Lingenbrinck (93) von der Remigius-Str. 7b in Viersen feiern am morgigen Samstag, 20. Juni, ihre eiserne Hochzeit - einen Tag vor eigentlichen Termin - nach 65-jähriger Ehe mit dem Spruch: "Ohne Glauben an ihre Dauer wäre die Liebe nichts, nur Beständigkeit macht sie groß". Sie beginnen den vorgezogenen Ehrentag mit einer feierlichen Messe in der Kapelle des Seniorenzentrums "Haus Maria Hilf" um 15 Uhr. Um 16.30 Uhr gibt es einen Sektempfang im Garten von Burg Ingenhoven/Lobberich, zu späterer Zeit ein fröhliches Beisammensein und Abendessen.

Max Lingenbrinck lernte seine spätere Ehefrau - als er mit seinem Bruder während der Sommerferien in Fürstenau war - über die Schwägerin seiner Tante bereits im Kinderwagen kennen. Er musste die kleine Elisabeth ausführen. Später sah er seine Elisabeth im Ruhrgebiet bei einer Hochzeit von Bekannten wieder. Sie war Kinderkrankenschwester in Duisburg-Hamborn. Beide verlobten sich und heirateten 1950 in Fürstenau. Sie brachte zwei Söhne und eine Tochter zur Welt, dazu kamen fünf Enkelkinder und zwei Urenkel. Sie wurde zur treu sorgenden Mutter und Ehefrau, die ihm im späteren Arbeitsleben mit all seinen öffentlichen Ämtern den Rücken freihielt. Er erhielt später das Bundesverdienstkreuz. Der Ur-Viersener Max Lingenbrinck besuchte das Jungen-Gymnasium in Viersen, machte bei der Firma Johann Peters sen. eine Lehre als Großhandelskaufmann und ging zur Farben- und Lackschule in Krefeld. 1941 wurde er zum Militär eingezogen bis 1945, kam in amerikanische und französische Gefangenschaft bis 1946. Er baute die Firma Johann Peters sen. mit auf, wurde Prokurist und Mitgesellschafter.

Mit dem 60. Lebensjahr schied er zum 1. Januar 1983 aus dem Berufsleben aus. Während dieser Zeit war er Schöffe am Landgericht in Mönchengladbach (später war seine Frau dort als Schöffin aktiv), Ausbilder für Lehrlinge und als Vorsitzender im Prüfungsausschuss der damaligen IHK Mönchengladbach für seine Schwerpunkte, gehörte seit der Gründung der Selbstverwaltungsorgane der AOK zur Vertreterversammlung, war aber auch als ihr Vorsitzender. Bei Zusammenschluss der AOK Viersen und Kempen wurde er Sprecher der Viersener Seite und war im Vorstand der Krankenkassenvereinigung.

20 Jahre wirkte er als Sozialrichter am Sozialgericht in Düsseldorf. 14 Jahre führte er als Vorsitzender den KKV Viersen an. Sein großes Hobby war Bootsfahren in Roermond und unternahm mit seiner Ehefrau viele Reisen, aber auch auf See. Er trifft sich noch regelmäßig mit Leuten, die wie er 1933 dem Verband Neu-Deutschland (einer katholischen Jugendbewegung) angehörten.

(off)
 
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