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Brüggen
Rathaus-Mitarbeiter in Bracht ziehen um

Brüggen: Rathaus-Mitarbeiter in Bracht ziehen um
Neben dem Rathaus in Brüggen unterhält die Gemeinde auch eine Verwaltungsstelle in Bracht. Die Mitarbeiter zogen nun um in das Haus an der Marktstraße 3. Im alten Bürgermeisteramt soll ein Café eingerichtet werden. FOTO: Franz-Heinrich Busch
Brüggen. Für den Umzug aus dem alten Bürgermeisteramt an der Marktstraße 1 ins Nachbargebäude an der Marktstraße 3 rücken die Mitarbeiter der Verwaltungsstelle enger zusammen. Der Asylbereich erhält durch den Umzug mehr Platz. Von Birgit Sroka

Vor dem alten Bürgermeisteramt in Bracht stehen zwei Möbelwagen. Männer schleppen Kartons in das renovierte Verwaltungsgebäude an der Marktstraße 3. Im Erdgeschoss der neuen Verwaltungsstelle wuseln Nina Borg vom Bürgerservice, Iris Jansen - zuständig für Sozialhilfe, Grundsicherung und Wohnberechtigungsscheine - und Claudia Sieben, die nun hier die Wohngeldanträge bearbeitet, umher. Der Staubsauger brummt, Schreibtische und Schränke werden abgewischt, die Lampen werden von Spinnenweben befreit. "Alles geht Hand in Hand", sagt Claudia Sieben. Die schon geleerten Umzugskartons stapeln sich in der Ecke. Der Umzug der Verwaltung ist in vollem Gange. Mitarbeiter des Bauhofs halfen so gut es ging bei den Vorbereitungen mit. "Doch die sind ja ziemlich eingespannt. Zum Glück haben wir die Männer vom Umzugsunternehmen", sagt Iris Jansen lachend.

"Wohin soll der Rollcontainer? Und wo stellen wir den Drucker hin?", beraten die drei Frauen. Sie müssen ein wenig enger zusammenrücken - alle alten Möbel passen nicht in die beiden Räume. Am Montag haben sie die Kartons gepackt, bis Donnerstag soll alles fertig sein. Die Technik muss noch angeschlossen werden.

Iris Jansen hat 36 Jahre im ehemaligen Bürgermeisteramt gearbeitet, sie ist etwas wehmütig. "Das alte Haus hatte Flair", sagt sie. "Wir sind schon ein wenig traurig, dass wir umziehen mussten." Vorher hatte jede Verwaltungsmitarbeiterin einen eigenen Raum. "Es sind ja sensible Bereiche, die wir bearbeiten. Die Leute werden sich daran gewöhnen, dass wir nun enger zusammensitzen", hofft Iris Jansen.

Die Treppe zur ersten Etage knirscht ein wenig. Doch das Gebäude wirkt heimelig. Neben dem Wartebereich befindet sich die Küche. "Wir überlegen noch, wo wir die Mikrowelle hinstellen", sagt Anja Tiskens. Sie und ihre Kollegen Christina Lankes, Manfred Schumacher, Tudor Nuteanu und Joachim Müllers, Leiter des Sachgebietes Soziales, kümmern sich hier um die Anliegen der Flüchtlinge. Auch sie hoffen, dass zügig die Computer angeschlossen werden können und der Zugriff auf alle Daten bis Donnerstag wieder möglich ist. "Ein paar Tage ohne Technik ist schon blöd", bedauert Anja Tiskens. Aber das muss sein.

In Zimmer Nummer fünf müssen 17 Kartons mit Ordnern untergebracht werden. "Sozialhilfe-Akten gibt es noch nicht in digitaler Form. Wir bekommen die aber sicher gut unter", sagt Tiskens lächelnd. "Das wird noch eine Fleißaufgabe, die Akten so einzuhängen, dass wir alles wiederfinden." Einige neue Möbel sind in der ersten Etage hinzugekommen, dafür werden die alten Möbel in die Schule gebracht.

Die neue Behindertentoilette an der Rückseite des Gebäudes wird bald zugänglich sein. "Sie kann mit einem Euroschlüssel geöffnet werden", erklärt Anja Tiskens. An der Rückseite des Verwaltungsbereichs befindet sich auch der behindertengerechte Zugang mit einer automatischen Türe. Hier muss am Boden noch gearbeitet werden.

Das Archiv bleibt noch eine Weile im alten Bürgermeisteramt. Dafür ist in dem neuen Gebäude kein Platz vorhanden. Wer also in alten Akten suchen muss, der kann sich noch einmal an der Atmosphäre des ehrwürdigen Gebäudes erfreuen.

Quelle: RP
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