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Schwalmtal
So klingt der Advent auf Neller Plott

Schwalmtal. Zur Mundartmesse im Schwalmtaldom kamen zahlreiche Besucher

Es waren nicht nur Schwalmtaler, die den Weg zur Mundartmesse mit dem Thema "Ein adventlicher Mensch werden", in die Kirche St. Michael Waldniel fanden. Einmal auf plattdeutsch singen und beten, darauf freuten sich viele Menschen - so wie Bernd Winnertz. Er hat bisher alle Waldnieler Mundartmessen besucht und kennt die Akteure persönlich. Die Messfeier in dieser Form fand zum vierten Mal statt.

Gestaltet wurde: "Ene adventlicke Mönsch weärde" von einem Team des Heimatvereins mit Klaus Müller, Sibille Peschke, Cäcilia Middelberg und Manfred Holthausen. Auch der Kirchenbauverein beteiligte sich. Die Kollekte der Mundartmesse wird für den Erhalt des Kirchturms von Sankt Michael verwendet.

Für manchen Kirchenbesucher war es nicht ganz einfach, bei den Liedern den plattdeutschen Text mit der bekannten Melodie in Einklang zu bringen. So wurde aus "Macht hoch die Tür" ein "Maak op die Düer" und aus "Tochter Zion" das Lied "Dochter Zion". Pastor Thorsten Aymanns bedankte sich bei den Verantwortlichen, dass er alles richtig aussprechen konnte. Bei der ersten Mundartmesse musste er noch passen, hatte danach aber den Ehrgeiz, plattdeutsch zu lernen. Sibille Peschke übte mit ihm so lange, bis alle zufrieden waren.

Nicht nur die Entlassung: "Nou jot hin en Vreud on Frieden", ging ihm jetzt problemlos von den Lippen. Alle Lieder, Glaubensbekenntnis, Lesung, Weihnachtsevangelium, Fürbitten, Kyrie und "Vater unser" gab es in plattdeutsch - die Wandlung wurde in hochdeutsch gesprochen.

Nach der Messe bedankten sich die Kirchenbesucher für die gelungene Mundartmesse bei allen Beteiligten mit einem langen Applaus.

(maof)
 
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