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Spieler Des Tages
Beim Freistoßspezialisten der VSF Amern ist der Knoten geplatzt

Viersen. Max Kapell hat den Amernern im Spiel gegen den SV Straelen einen Punkt gerettet. Er hämmerte kurz vor Schluss einen Freistoß zum 2:2 unter die Latte. Von Klemens Zirngibl

schwalmtal Freistöße sind seine Spezialität. Das hat Max Kapell im Fußball-Landesligaspiel der VSF Amern gegen den SV Straelen wieder einmal bewiesen. Dabei geht es weniger um auf den Millimeter genau gezirkelte Bälle als um Freistoß-Hammer der Marke Hitzelsberger. So wurde Kapell im Spiel gegen Straelen zum Spieler der Partie, als er in der Nachspielzeit einen Freistoß aus gut 20 Metern zum 2:2-Endstand im Tor unterbrachte. Obwohl der Schuss relativ mittig platziert war, konnte man dem Keeper keinen Vorwurf machen - er hat seine Hände schlicht nicht schnell genug hochreißen können.

Dabei war der Start in die Saison für Max Kapell alles andere als optimal. Sowohl eine Rote als auch eine Gelb-Rote Karte ließen ihn insgesamt fünf Spiele verpassen. "Er ist manchmal ein Heißsporn, was in gewisser Weise ja auch gut ist. Aber so eine Situation darf natürlich nicht entstehen", sagt Denis Sobisz, Trainer der VSF Amern. Zu guter Letzt setzten ihn zusätzlich noch eine Verletzung und eine Grippe-Erkrankung erneut für längere Zeit außer Gefecht. "Da kam einfach alles auf einmal. Aber ich bin froh, dass ich das mittlerweile alles überstanden habe, jetzt kann es weitergehen", lässt Kapell die vergangenen Wochen Revue passieren. VSF-Trainer Sobisz forderte deshalb vor dem Spiel gegen Straelen von seinem linken Mittelfeldspieler, dass er jetzt "mal so langsam in den Tritt kommen muss". Dass der Knoten nun am vergangenen Sonntag endlich geplatzt ist, freut Sobisz sehr. Denn er weiß um die Qualitäten, die der 26 Jahre alte Linksfuß mitbringt: "Ich glaube, er hat den härtesten Schuss der Liga. Von zehn solchen Dingern sind acht drin." Und das kommt nicht von ungefähr. "Ich übe das oft vor dem Training. Wenn es dann im Spiel aus einer guten Position einen Freistoß gibt, hab ich immer schon ein kleines Grinsen im Gesicht", erzählt Kapell. Doch das ist natürlich nicht seine einzige Stärke. "Er ist auch extrem schnell und super im Eins-gegen-Eins, einer der den Unterschied ausmachen kann", betont Sobisz.

Gelernt hat Max Kapell das Fußballspielen schon von klein auf. Nach seinem Beginn im Vereinsfußball mit drei Jahren bei Amern landete er über die Stationen Waldniel und Nettetal wieder bei seinen VSF. "Amern ist meine Heimat, ich kenne einfach das Umfeld und habe hier viele Freunde", erklärt Kapell die Gründe für seine Rückkehr. Diese Heimatverbundenheit zeigt sich auch, wenn er über sein entscheidendes Tor am Wochenende spricht: " Ich bin einfach nur froh, dass ich das gute Spiel unserer Mannschaft doch noch ein Stück weit belohnen konnte." Und natürlich hätte er nichts dagegen, wenn es so weiterginge. "Nur sollte Amern am Ende als Sieger dastehen", sagt Kapell mit Nachdruck.

Quelle: RP
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