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Spieler Des Tages
Hinsbecker Urgestein spürt frischen Wind

Viersen. Beim Erfolg der Rhenania gegen A-Liga-Primus TuRa Brüggen erzielte Janosch Derendorf das 2:1. Von David Beineke

Nettetal Der SC Rhenania Hinsbeck hat wahrlich schon bessere Zeiten gesehen. Nachdem der Verein im vergangenen Sommer aus der Fußball-Bezirksliga abgestiegen war, steckte er auch nach der Hinrunde der Kreisliga A wieder mitten im Tabellenkeller. 13 Punkte aus 15 Spielen waren die magere Ausbeute, die auch zur Trennung von Trainer Carsten Caldenhoven führten, der die Mannschaft erst im Sommer übernommen hatte. Klar, dass der Jubel bei den Hinsbeckern riesig groß war, als zum Rückrundenstart unter dem neuen Coach Maik Schatten ein 2:1-Überraschungserfolg gegen Tabellenführer TuRa Brüggen gelang. Siegtorschütze war ausgerechnet Janosch Derendorf, der seit seinem fünften Lebensjahr das Rhenania-Trikot trägt.

"Trotz der schlechten Hinrunde haben immer an uns geglaubt. Aber dieser Sieg bringt natürlich noch mal einen Schub Selbstvertrauen. Er bestätigt uns und gibt uns Mut. Zumal er auch definitiv verdient war", sagt der 29-jährige Janosch Derendorf. Dass die Hinsbecker so perfekt aus der Winterpause kamen, war für sie selbst gar nicht so überraschend. Der frühere Oberliga-Spieler Maik Schatten, der im vergangenen Jahr mit seiner Familie nach Nettetal-Leuth zog und so in Kontakt zur Rhenania kam, brachte mit Beginn der Vorbereitung einen neuen Geist ins Team. Außerdem fielen seine neuen Ideen zur taktischen Ausrichtung der Mannschaft auf fruchtbaren Boden "Der frische Wind hat uns gutgetan. Im neuen System haben wir gelernt, als geschlossen Einheit hinten wenig zuzulassen und im richtigen Moment nach vorne zu gehen", erklärt Janosch Derendorf.

Er selbst nutzte die Chance, dass nach dem Trainerwechsel die Karten neu gemischt wurden. Denn in der Hinrunde hatte er mit einem Bänderriss in der Schulter und einer Bänderdehnung im Sprunggelenk nicht nur Verletzungspech, Ex-Trainer Carsten Caldenhoven schenkte dem offensiven Mittelfeldspieler auch nicht immer hundertprozentiges Vertrauen. "Ich habe in der Vorbereitung hart gearbeitet und spüre jetzt größeren Rückhalt. Da bin ich natürlich froh, wenn ich das auch mit wichtigen Toren zurückzahlen kann", betont Derendorf. Er hat auch keinen Zweifel daran, dass am Ende der Spielzeit der Klassenverbleib gelingen wird. Alles andere wäre für ihn eine große Enttäuschung, denn als Ur-Hinsbecker hängt er sehr am Verein. Von den Bambini bis zu den Senioren hat er alle Höhen und Tiefen mitgemacht, als Englisch- und Sportlehrer am Werner-Jäger-Gymnasium hat er es nach der Arbeit auch nicht weit zum Training. "Ich werde alles dafür tun, dass wir in der Kreisliga A bleiben", verspricht der 29-Jährige.

Quelle: RP
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