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Lokalsport
Siegerrunde ohne heimische Reiter

Niederkrüchten. Bei der jüngsten Auflage der Pferdeleistungsschau des RV Niederkrüchten lief es für die Teilnehmer aus dem Grenzland im M*-Springen mit Siegerrunde nicht gut. Den ersten Platz sicherte sich Luisa Eßer vom RV Hamern St. Hubertus. Von Paul Offermanns

Den Höhepunkt des Reitturniers beim RV Niederkrüchten, ein M*-Springen mit Siegerrunde, entschied die 18-jährige Luisa Eßer (RV Hamern St. Hubertus) mit Ariane zu ihren Gunsten. Mit diesem Pferd war einst ihr Vater sehr erfolgreich. Sie feierte kürzlich ihren ersten Sieg in einem S-Springen in Rheinberg.

Die Siegerrunde in Niederkrüchten war spannend aufgrund der Leistungsdichte: Nur 31 Hundertstelsekunden lag Leonhard Bahners (RFV Rodebachtal), Zweitplatzierter und Sieger der zweiten Abteilung, auf Chin Nino B mit seiner Seit von 34,59 Sekunden hinter der Siegerin zurück. Zehn Reiter erreichten die Siegerrunde. Sieben blieben im Normalumlauf als auch im Finale ohne Abwurf. Es gibt zu denken, dass sich auf den vorderen Plätzen kein heimischer Reiter befand. Drei ereignisreiche Turniertage erlebten Veranstalter und Zuschauer in Gützenrath. Tausende Liter Wasser brachten die Niederkrüchtener mit einem Güllefass-Fahrzeug auf den Parcours, damit die Springreiter optimale Bedingungen hatten. Das traf auch für den Zugang der Springreiter zum Parcours zu, woran die Zuschauer viel Spaß hatten: Es ging rein in den Parcours und direkt wieder raus. Erreicht wurde das dadurch, dass der nächste Reiter schon in der Hindernisbahn stand, während der anderen noch nicht ganz fertig war. Die Dressurreiter verschwanden in beiden Reithallen zum Abreiten und zum Wettkampf.

Parcourschef Michael Johnen freute sich über den Sieg seiner Tochter Michelle (RV St. Hubertus Herrenshoff-Abtshof) mit Veronika im L-Springen (0/46,54). Delia, die Tochter des Pferdesportrichters Michael Heyers (RV St. Johannes Waat) holte mit Dulfinas faux pas den Sieg im A*-Stilspringen mit der beachtliche hohen Wertnote von 8,5. Der einstige Erfolgsspringreiter Jens Kluth vom Reiterverein Schaag mit der achtjährigen Funny Fresh, die eigentlich das Dressurpferd für die Tochter Ina-Karina werden sollte, ist wieder auf dem Weg nach oben. In der ersten Abteilung des L-Springens belegte er den zweiten Platz. "Das ist ein junges Pferd, das noch aufgebaut werden muss", ließ Kluth nach seinem Auftritt wissen. Das Zeitspringen der Klasse L über Gräben und Wälle lag in Amazonenhand, denn die Heinsbergerin Lisa van Daal mit Colina (0/74,54) feierte einen deutlichen Sieg vor Yvonne Daue (Gut Neuhaus Grevenbroich) mit Acosia (0/81,07) als Zweitplat-zierte und Rebecca Reuter vom Ausrichter mit Glenn (0/83,29) auf Platz drei. Rebecca Reuter kam auch noch zu einem Sieg im Jump & Drive, als sie in die Kutsche des Einspänner-Fahrers Denis van Dyck mit Mandy umstieg.

Insgesamt war Michael Heiden, Vorsitzender des RV Niederkrüchten, mit den drei Turniertagen zufrieden, einen Kritikpunkt fand er mit Blick auf die Nennungen aber dennoch: "Es ist mittlerweile eine Unsitte, dass am Ende weitaus weniger Starter in einer Prüfung stehen, als vorher genannt haben."

Quelle: RP
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