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Handball
TV Lobberich rutscht auf den letzten Platz ab

Nettetal. Der Handball-Oberligist aus Nettetal kassierte im Heimspiel gegen den TV Aldekerk eine deutliche 29:39-Niederlage. Dabei zeigten die Gäste keinerlei Mitleid mit der angespannten Personalsituation des TVL. Von Wiltrud Wolters

Nach zehn von 24 Meisterschaftsspielen finden sich die Handballer des TV Lobberich am Tabellenende der Oberliga wieder. Nach der klaren 29:39-Niederlage gegen den TV Aldekerk rutschten die Lobbericher hinter die punktgleiche Truppe von Unitas Haan auf den letzten Platz ab.

Es kommt nicht unbedingt überraschend, dass die Lobbericher nach dem bisherigen Verlauf in der Spielzeit 2015/16 gegen den ambitionierten TV Aldekerk chancenlos waren. Ohne eine Spur von nachbarschaftlichem Mitleid, sondern mit absoluter Konsequenz zeigten die Gäste dem TV Lobberich mit seinen derzeitigen personellen Möglichkeiten die Grenzen auf. Die Gäste waren in allen Belangen überlegen.

Die Lobbericher wehrten sich allerdings nach Kräften. Sie begannen gut und schafften nach wenigen Minuten das 3:3. In der ersten Viertelstunde hielten die Gastgeber die Partie offen, weil sie es schafften, keine Gegenstöße zuzulassen und selbst zum Abschluss zu kommen. Danach aber ließen sich die Gäste aus Aldekerk nicht mehr daran hindern, die Lobbericher Angriffsbemühungen im Keim zu ersticken und mit enormem Tempo in die Gegenangriffe zu starten. Der Zwischenspurt bescherte ihnen eine Serie von acht Toren. Damit zogen sie von 10:8 bis auf 18:10 davon. Zur Pause führten die Gäste 19:12, was schon einer Art Vorentscheidung gleichkam.

Nach dem Wechsel knüpften die Aldekerker nahtlos an die Spielweise aus dem ersten Abschnitt an. Sie überrannten die Lobbericher förmlich und bauten ihren Vorsprung auf 26:15 aus. Vor allem über die rechte Seite kamen die Aldekerker immer wieder durch. Thomas Jentges auf Halbrechts bekamen die Lobbericher nicht in den Griff. Er warf elf Tore. Rechtsaußen Matome Rampyapedi erzielte zehn Treffer.

Erst in der Schlussphase fingen sich die Lobbericher wieder und kamen zu Chancen und Toren. "Da haben wir dann das gespielt, was wir uns vorgenommen hatten", meinte Hendrik Schönkes, der stellvertretende sportlicher Leiter der Lobbericher.

Insgesamt schafften es die Gastgeber aber nur selten, den Gegner aus dem Rückraum unter Druck zu setzen. Die Aldekerker nahmen den Hausherren mit einem Wechsel zwischen der 5:1-Abwehr und der 6:0-Formation den Rhythmus. Souverän und weitgehend gelassen diktierten die Gäste aus der Abwehr das Geschehen. Die Lobbericher fanden wenige Lösungsansätze. Nur einer überraschte: Jordi Weisz. Der talentierte Nachwuchsspieler wurde früh ins kalte Wasser geschmissen und überzeugte in der Abwehr wie im Angriff auf der ganzen Linie. Von der halbrechten Rückraumposition erzielte Weisz beachtliche acht Tore. "Angesichts der Ausfälle sind in unseren Mitteln natürlich eingeschränkt, aber wir haben aus der Not eine Tugend gemacht", meinte Schönkes mit Blick Weisz.

Quelle: RP
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