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Uphoffs Lob für Nele

Mit sechs Jahren war Nele Berger die Jüngste unter den 50 Startern beim Auftakt des Rheinland-Jugendcup in Dülken. Doppel-Olympiasiegerin Nicole Uphoff-Selke lädt sie zu einem Förderlehrgang ein. Von Paul Offermanns

Leichte Sorgenfalten machten sich beim Ersten Vorsitzenden des RFV Dülken-Viersen, Lambert Jansen, beim Hallenturnier auf der Schirick breit: "Hoffentlich erkennen wir Nicole Uphoff-Selke, wenn sie kommt." Sie war aber gar nicht zu übersehen: Überall hingen in der Reithalle ihre "Steckbriefe". Die zweimalige Doppel-Olympiasiegerin von 1992 hat die Schirmherrschaft für den neu geschaffenen Jugendcup im Rheinland übernommen. Der Auftakt war in Dülken.

Unter den 50 Startern qualifizierten sich auch zwei aus dem RFV Dülken-Viersen für das Finale. Das gewann dann die Grefratherin Lara Quinders auf Goldi mit der hohen Wertnote 7,6. Den fünften Platz belegte Nele Berger mit Topdiabolo und der Wertnote 6,7. Ihre Vereinskameradin Vanessa Zerressen sicherte mit Top Norie Rang sieben (6,5). Die ersten drei dieser Prüfung - dazu gehörte auch die Lobbericherin Carmen Zimmermann mit Timmy als Dritte - qualifizierten sich fürs Finale bei den Rheinischen Meisterschaften in Langenfeld.

Die Gene von Mutter Ingrid

Nele Berger war mit sechs Jahren die Jüngste im Feld und begeisterte die Juroren– und sie bekam vom Team Uphoff eine Wildcard. Dies bedeutet für die kleine Reiterin, die noch den Kindergarten besucht, dass sie an einem Förderlehrgang mit Nicole Uphoff-Selke in Langenfeld teilnehmen darf. "Nele hat die Gene ihrer Mutter", sagte lächelnd Ingrid Berger. Unter ihrem Mädchennamen Möckel ritt Ingrid ihre Erfolgspferde Elch und Ehrentraum bis zum Grand Prix und erwarb das goldene Reitabzeichen in der seltenen Kombination von Springen und Dressur. "Nele wurde der Pferdesport also schon in die Wiege gelegt", sagte Ingrid Berger, "bei großen Hengstschauen saß sie mit im Sattel."

Im Vorfinale des Reiterwettbewerbs ( Schritt, Galopp und Trab sowie Sitz und die Hilfen-Gebung werden dabei beurteilt) holte Nele Berger in einer der fünf Abteilungen den zweiten Platz und war so im Finale. Und die Dülkenerin strahlte: Sie bekam auch ein Autogramm in ein Olympiabuch von Barcelona 1992 geschrieben: "Hals- und Beinbruch für Nele. Nicole Uphoff." Die Olympionikin, die einst auch das Pferd Grand Gilbert des Süchtelner Züchters Richard Heitzer geritten hat, fand, dass die kleinen Reiter im Reiterwettbewerb gutes Niveau zeigten und es schwer war, die Reihenfolge der Platzierungen auf Grund der tollen Leistungen festzulegen.

Die 14-jährige Hannah Berger eiferte ihrer kleinen Schwester Nele nach. Sie gewann auf Finesse Royal mit der Springequipe des RFV Dülken-Viersen das Mannschaftsspringen nach Stechen. Zum einzigen Team, das ohne Fehler den Erfolg sicherstellte, gehörten außerdem Mandy Jones mit Damian, Lena Marie Meier mit Don Juan des Anges und Katharina Küpper mit Mahdia-Sonata. Finesse Royal ist ein vielseitiges Pferd, mit dem Sarah Jansen in Dressurprüfungen den dritten und sechsten Platz belegte.

Quelle: RP
 
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