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Lokalsport
Wechselspiele verärgern 1. FC Viersen

Viersen. Dass Paul Pötzsch und Tayfun Yilmaz zur SpVg. Odenirchen gehen, wollte der Fußball-Landesligist vom Hohen Busch gestern nicht bestätigen. Von David Beineke

Vor dem wichtigen Heimspiel am Sonntag gegen den Tabellenführer 1. FC Kleve muss sich der Fußball-Landesligist 1. FC Viersen zunächst mit zwei Personalien beschäftigen, die er so akut nicht im Blick hatte. Denn während der Ligakonkurrent SpVg. Odenkirchen durch seinen sportlichen Leiter Mathias Komor in Gestalt von Paul Pötzsch und Tayfun Yilmaz zwei Spieler aus dem aktuellen Viersener Kader als Zugänge für die Winterpause vermeldet, wollte der Klub vom Hohen Busch den Abschied der beiden gestern nicht bestätigen.

"Es ist ja schön, dass Odenkirchen sich offenbar mit den Spielern einig ist. Doch für einen Wechsel ist die Bereitschaft des abgebenden Vereins Voraussetzung. Und an mich ist noch niemand herangetreten, weder der Verein noch die Spieler", ließ Ronny Mustac, sportlicher Leiter der Viersener, gestern auf Nachfrage wissen. Und auch Viersens Trainer Willi Kehrberg war sehr überrascht, dass die Namen der beiden Spieler im Zusammenhang mit einem Wechsel schon so offensiv gehandelt werden. "Da muss man sich vorher abstimmen, miteinander sprechen. So ist das der falsche Weg", sagte Kehrberg, der sich insbesondere darüber ärgert, dass das Thema vor der schweren Partie gegen Kleve innerhalb seines Teams für Unruhe sorgen könnte. Dass sich die beiden Spieler mit Wechselgedanken tragen könnten, war den Viersenern nach den Entwicklungen der vergangenen Wochen indes klar. Pötzsch hatte schon länger erklärt, dass ihm wegen einer beruflichen Veränderung die relativ frühen Trainingszeiten in Viersen sehr ungelegen kämen. Und Yilmaz sollte sich wegen mangelnder Trainingsbeteiligung über Einsätze in der Reserve für die Landesliga empfehlen, was ihm offenbar gar nicht gefiel. "Aber nur Paul Pötzsch hat mir bei unserem Testspiel am Dienstag gegen die U 19 von Borussia offenbart, dass er mit Odenkirchen im Gespräch ist", erklärte Kehrberg. Weil sich aus dem Landesliga-Kader auch Mustafa Sala aus beruflichen Gründen in Richtung Geistenbeck verabschiedet, könnte es gut sein, dass sich auch die Viersener nach neuem Personal umschauen müssen, sollte es doch noch zu einer Einigung mit Odenkirchen kommen. "Das gehen wir in aller Ruhe an. Jetzt gilt unsere volle Konzentration zunächst den Spielen bis zur Winterpause", betont Kehrberg.

Quelle: RP
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