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Viersen
Süchteln sucht Ideen gegen Leerstand

Viersen: Süchteln sucht Ideen gegen Leerstand
Wer von Viersen aus über die Düsseldorfer Straße nach Süchteln fährt, blickt an der Kreuzung vor der Fußgängerzone auf zugehängte Fenster und die leer geräumte Terrasse des Medi Terra 2. FOTO: Fischer
Viersen. Verwaiste Ladenlokale und Parkplatzprobleme machen dem Stadtteil weiter zu schaffen. Im nächsten Planungsausschuss soll wieder über Perspektiven beraten werden — das hat die SPD-Ratsfraktion beantragt Von Nadine Fischer

Die Scheiben sind großflächig mit Papier abgeklebt, die Türen abgeschlossen: Nach acht Monaten hat Gastronom Michail Bonaparte sein Restaurant Medi Terra 2 in Süchteln schon wieder zugemacht. Jetzt gibt es also noch ein ungenutztes Ladenlokal an der Hochstraße. Politiker und Stadtverwaltung sehen Handlungsbedarf, derzeit wird eine "Perspektivenplanung Süchteln" erarbeitet. Doch "um der Sache Anschub zu geben", möchte die SPD-Ratsfraktion das Thema im zuständigen Ausschuss schnellstmöglich wieder aufgreifen, sagt Manuel García Limia, Vorsitzender der Viersener SPD.

Die SPD-Ratsfraktion hat der Verwaltung einen entsprechenden Antrag zugestellt. Über die Perspektivenplanung Süchteln, aber auch über die Parkplatzsituation an den Süchtelner Höhen und der Tankstelle an der Hindenburgstraße müsse gesprochen werden, sagt García Limia.

Sowohl am Parkplatz Kletterwald und der Zufahrtsstraße auf den Süchtelner Höhen als auch an der Tankstelle staut sich häufig der Verkehr. "Dafür haben wir keine Lösung", räumt García Limia ein. "Aber wenn wir das Thema Süchteln sowieso auf der Agenda haben, sollten wir auch diese Punkte angehen." Darüber hinaus beantragt die SPD, auf dem Friedhof an der Bergstraße Karren und Gießkannen zu platzieren. Das sei eine Idee aus der Bürgerschaft, sagt die stellvertretende Ortsbürgermeisterin Sonja Neickes (SPD). "Im vergangenen Jahr wurde auf dem Friedhof eine marode Brücke entfernt", erläutert sie: Nun müssten einige Besucher Umwege gehen, um zu den Gräbern zu gelangen. Wenn sie am Eingang Blumen und Erde auf einen Karren laden und diesen zum Grab mitnehmen könnten, "würde ihnen das die Grabpflege erleichtern". Die gefüllten Gießkannen könnten auf dem Friedhof verteilt werden, damit die Besucher sich auch mal den Weg zum Wasserhahn sparen.

Die Stadtverwaltung werde im nächsten Ausschuss für Stadtentwicklung und Planung auf den Antrag der SPD eingehen, kündigt Stadtsprecher Frank Schliffke an. Die Mitglieder treffen sich am Montag, 12. Juni, 18 Uhr, im Sitzungssaal des Forums am Rathausmarkt. Dann werden die Scheiben des Medi Terra 2 wohl noch zugeklebt sein. Aber: "Vielleicht mache ich Mitte oder Ende Juni wieder auf, mein Mietvertrag läuft noch", sagt Michail Bonaparte. Dass er seinen Laden derzeit nicht betreibt, "hat viele verschiedene Gründe", ergänzt der 42-Jährige. Die Gäste, das Team, Bauvorschriften und Arbeitsabläufe - irgendwie habe das nicht gepasst. Sollte es einen zweiten Versuch geben, dann "mit neuem Konzept und neuem Namen".

Quelle: RP
 
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