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Wermelskirchen
1,4 Millionen Euro Plus - jetzt sinken Abwassergebühren

Wermelskirchen. Gutes Ergebnis im Städtischen Abwasserbetrieb sorgen für ein Plus. Ab 2019 wieder höhere Baukosten erwartet.

Weniger Baumaßnahmen, sinkende Kosten bei der Unterhaltung der Entwässerungsanlagen und Überschüsse aus den vergangenen Jahren: Die Kassenlage beim Städtischen Abwasserbetrieb sieht für nächsten Jahr positiv aus. Und das sollen auch die Kunden zu spüren bekommen. Deswegen sollen sowohl die Gebühren für die Abwasserbeseitigung als auch für die Fäkalienabfuhr sinken. Das sieht der Wirtschaftsplan des Städtischen Abwasserbetriebes für 2018 vor, den Kämmerer Bernd Hibst im Betriebsausschuss vorlegte. Der Plan soll erst in der nächsten Sitzung besprochen und die Empfehlung auch erst dann in den Rat weitergegeben werden.

Für das Schmutzwasser müssen Wermelskirchener demnach in 2018 nicht mehr 3,34 Euro pro Kubikmeter bezogenem Frischwasser bezahlen, sondern 3,27 Euro - rund zwei Prozent weniger. Beim Niederschlagswasser werden drei Cent weniger je Quadratmeter angeschlossener Grundstücksfläche berechnet - statt 1,40 Euro noch 1,37 Euro. Auch für die Fäkalienabfuhr sinken die Gebühren: Pro Kubikmeter werden bei abflusslosen Gruben 11,45 Euro statt 11,80 fällig, bei Kleinkläranlagen sinken die Gebühren um 36,6 Prozent - von 71,43 Euro auf 45,29 Euro. Die Kleineinleiterabgabe bleibt konstant bei 23 Euro.

"Wir haben in den vergangenen Jahren die Gebühren mal erhöht und mal gesenkt", erklärte Hibst, "sie aber auf einem konstanten Level gehalten." 2017 waren die Beiträge beim Schmutzwasser von 3,25 auf 3,34 Euro gestiegen und beim Niederschlagswasser konstant bei 1,40 Euro geblieben. Der Städtische Abwasserbetrieb gibt aktuell eine Überdeckung von rund 220.000 Euro an. Dank dieser Summe würde für 2018 und 2019 nun mit Gebührensenkungen geplant. 80 Prozent der Gesamterträge des Abwasserbetriebes von rund zehn Millionen Euro kommen aus Benutzungsgebühren zusammen. Nicht nur die Überdeckung führt zur entspannten Kassenlage. Die Unterhaltung der Entwässerungsanlage sinkt um rund 25.000 Euro. Außerdem sind im nächsten Jahr weniger Kanalsanierungen nötig - es werden 303.000 Euro weniger ausgegeben. Währenddessen steigt der Verbandsbeitrag an den Wupperverband um 28.800 Euro - dort ist die Unterhaltung der Bauwerke teurer geworden. Insgesamt sind im nächsten Jahr rund zwei Millionen Euro für Baumaßnahmen im Abwasserbereich vorgesehen - im laufenden Jahr waren es 2,9 Millionen Euro.

In den Jahren 2019 und 2020 wird wieder mit deutlich höheren Baukosten gerechnet. Zu den größten Posten 2018 gehört die Fortsetzung der Erweiterung und Sanierung des Regenrückhaltebeckens an der Dhünner Straße/Königsstraße, die weitere Kanalsanierung im Bereich der Kläranlage, die hydraulische Sanierung in der Schumannstraße und in Kolfhausen.

Unterm Strich geht Hibst beim Städtischen Abwasserbetrieb von einem Plus von 1,4 Millionen Euro aus - über dessen Verwendung entscheidet im nächsten Jahr der Rat.

(resa)
 
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