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Wermelskirchen
BEW investiert 1,6 Mio. in die Zukunft der Stadt

Wermelskirchen: BEW investiert 1,6 Mio. in die Zukunft der Stadt
FOTO: Berns, Lothar (lber)
Wermelskirchen. Der Energiedienstleister verlegt bis Jahresende knapp zehn Kilometer neuer Gas-, Wasser-, Strom- und Internetleitungen. Das soll den Standort der Stadt Wermelskirchen langfristig stärken. Von Jessica Balleer

Wer modern sein will, muss leiden? So oder so ähnlich könnte das Motto lauten, dass derzeit in einigen Straßen der Stadt gilt. Denn die Bergische Energie- und Wasser-GmbH (BEW) und die BEW Netze sind in diesem Jahr an insgesamt 14 Stellen aktiv, um Verbindungen für Strom, Gas, Wasser und schnelles Internet zu verlegen.

Das hat zur Folge, dass es zumindest temporär immer wieder zu Baustellen und Beeinträchtigungen für Anlieger kommt. Für die Zukunftsfähigkeit der Stadt sei das aber unerlässlich: "Ein schneller Internetanschluss ist heute als Standortfaktor für Kommunen mindestens so wichtig wie Schulen und die Verkehrsanbindung", sagt Jens Langner, Geschäftsführer der BEW. Das gelte sowohl für die Wirtschaft, als auch für die Wahl als Wohnort.

Neu gelegt werden rund 1,6 Kilometer Gas- und Wasserleitungen, mehr als sechs Kilometer Stromkabel und 500 Meter für die Straßenbeleuchtung an der Jahnstraße (Unterweg). Mal werden alte gegen neue Rohre und Kabel getauscht, mal wird die Infrastruktur in Sachen schneller Internetanschluss komplett neu aufgebaut. Für all diese Maßnahmen zur Modernisierung der Leitungen wollen die beiden Gesellschaften BEW und BEW Netze insgesamt 6,9 Millionen Euro in die Versorgung der vier Städte Wermelskirchen, Wipperfürth, Hückeswagen und Kürten investieren. Davon sind allein, 4,6 Millionen Euro für die Gas- und Wasserinfrastruktur vorgesehen. Und 1,6 Millionen sind allein für Wermelskirchen eingeplant. Es ist eine Investition in die Zukunft. Als "wesentliche Elemente für eine gelingende Energiewende", bezeichnet Jens Langner das, wenn sich eine Stadt durch starke Netze und eine schnelle Datenübertragung auszeichnet. "Das Stromnetz ist stabil, wenn Nachfrage und Bedarf identisch sind." Um dieses Gleichgewicht herzustellen und die Energiewende auf sichere Füße zu stellen, muss der Netzbetreiber in Echtzeit auf aktuelle Daten reagieren können. Und dafür sei der Um- und Neubau der kommenden Monate erforderlich.

Die Stromversorgung betreffend ist nahe Großfrenkhausen, an der Kleinen Dhünn-Talsperre, die längste Baustelle geplant. Mehr als 3,5 Kilometer sind insgesamt vorgesehen, um Kabel zu verlegen. Im Bereich "Im Berg"/Eipringhausen werden es knapp zwei Kilometer sein. Ein weiterer Knotenpunkt für die Arbeiten ist und bleibt noch bis September die Jahnstraße. Das Baugebiet "Unterweg" wird erschlossen, daher sind Stromkabel zu verlegen, ebenso ein über 300 Meter langes Teilstück, auf dem die BEW ihre Gas- und Wasserleitungen in den Boden legt. Deswegen werden alle Baumaßnahmen in Etappen ausgeführt. So wenige Anlieger wie möglich sollen beeinträchtigt werden, teilt der Dienstleister mit. Fahrzeug- und Fußgängerbrücken sollen den Verkehr möglichst reibungslos fließen lassen.

Den Lärm und Schmutz, der bei den Arbeiten entsteht, können diese Maßnahmen allerdings nicht abmildern. "Wir arbeiten so leise, sauber und zügig wie möglich", versichert Langner. Dafür sorgten die Fachleute vor Ort, die für die BEW arbeiten. Nicht nur in Wermelskirchen, sondern auch in den Städten Hückeswagen, Kürten und Wipperfürth.

Quelle: RP
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