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Nachruf
Große Trauer um Thomas Gustav Sachser

Wermelskirchen. Er war in Wermelskirchen nicht nur als niedergelassener Arzt mit eigener Praxis an der Thomas-Mann-Straße bekannt. Er hatte sich auch durch seinen unermüdlichen Einsatz in den vergangenen 40 Jahren für die Feuerwehr Wermelskirchen in der Stadt einen Namen gemacht. Am Dienstagmorgen ist Thomas Gustav Sachser im Beisein seiner Familie und der engsten Freunde gestorben. Er wurde nur 57 Jahre alt.

Der Facharzt für Allgemeinmedizin zeichnete sich vor allem durch sein umfassendes Allgemeinwissen und seine große Bereitschaft aus, anderen Menschen helfen zu wollen. Er war ein Arzt, der jederzeit ein offenes Ohr für seine Patienten hatte. Auch wenn er einmal nicht im Dienst war, konnte man ihn anrufen und um Hilfe bitten. Und darüber hinaus fand er immer noch die nötige Zeit und Motivation, sich bei der Feuerwehr zu engagieren und Menschenleben zu retten.

Thomas Gustav Sachser gehörte der Freiwilligen Feuerwehr Wermelskirchen seit dem 1. März 1976 an. Seit 1997 war er stellvertretender Leiter der Wermelskirchener Feuerwehr. Er durchlief in den vergangenen 40 Jahren alle Lehrgänge, die für einen Feuerwehrmann möglich waren. "Groß geworden" war Sachser in der Löschgruppe Eipringhausen. Er war immer sehr heimatverbunden, einen Urlaub in der großen weiten Welt brauchte er eigentlich nicht. Dafür fühlte er sich in Wermelskirchen einfach viel zu wohl. Zuletzt wohnte er mit seiner Familie in Kallenberg.

Thomas Gustav Sachser war ein Teamplayer durch und durch. Am meisten schätzte er den Zusammenhalt der Einsatzkräfte der Feuerwehr. "Ohne eine gute Gemeinschaft und Kameradschaft ist die Arbeit nicht machbar", sagte er zum Beispiel bei einem Pressetermin im vergangenen Jahr. "Im Einsatzfall müssen sich ja alle aufeinander verlassen können. Es ist ein Mannschaftssport - Einzelkämpfer können wir nicht gebrauchen."

Es sei die Kameradschaft, die ihm immer wieder Motivation gebe. Die Sicherheit in Wermelskirchen stand für Sachser immer ganz oben auf der Agenda. Die Menschen in dieser Stadt lagen ihm einfach am Herzen. Dass er sich später einmal bei der Feuerwehr engagieren würde, stand bereits in seiner Kindheit fest. So stellte er in einem Interview im Jahr 2009 mit einem Lächeln fest: "Mein Großvater war Hauptmann von Eipringhausen. Mein Vater war 50 Jahre dabei. Was bleibt mir da anderes übrig?"

Thomas Gustav Sachser hinterlässt seine Ehefrau und sechs Kinder.

SEBASTIAN RADERMACHER

Quelle: RP
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