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Wermelskirchen
Politische Mehrheit will zwei Kunstrasenplätze

Wermelskirchen. Auch wenn die Umsetzung bis zuletzt noch nicht wirtschaftlich darstellbar war, hat sich eine politische Mehrheit für den Bau von zwei Kunstrasenplätzen in Wermelskirchen gefunden. Die Fraktionen von CDU, SPD und WNKUWG stellen für die Ratssitzung am kommenden Montag den Antrag, sowohl den Platz am Höferhof (spätestens 2017) als auch den Tennenplatz im Eifgen (spätestens 2019) in einen Kunstrasenplatz umzuwandeln. Die drei Fraktionen bilden im Stadtrat eine Mehrheit, sie haben 37 der insgesamt 54 Stimmen.

Für den Umbau des Platzes am Höferhof sollen im Haushalt Mittel in Höhe von 676.000 Euro plus 65.000 Euro Planungskosten in den Haushalt 2016/17 eingestellt werden. Der DTV müsse sich einmalig mit 100.000 Euro beteiligen und darüber hinaus verpflichten, pro Jahr 20.000 Euro zu den Unterhaltsaufwendungen für den Kunstrasenplatz beizusteuern. Zur Finanzierung sollen zudem 150.000 Euro aus dem Investitionsförderungspaket des Kreises sowie knapp 100.000 Euro aus der Reduzierung des Unterhaltsansatzes eingebracht werden, erläutern die Fraktionen in ihrem Antrag.

Aus dem großen Tennenplatz im Eifgen soll spätestens in drei Jahren eine Kunstrasenanlage werden. Der Rat soll am Montag beschließen, die entsprechenden Mittel von knapp 600.000 Euro plus 65.000 Euro Planungskosten in den Haushalt 2018/19 einzustellen. Auch für den Bau dieses Platzes sollen Mittel aus dem Förderungspakets des Kreises (150.000 Euro) verwendet werden. Die Nutzer der Sportanlage (Vereine, Schulen, freie Spielgemeinschaften) müssten sich verpflichten, einen Anteil der heute anfallenden Unterhaltsaufwendungen von bis zu 30.000 Euro in Eigenleistung zu erbringen. Der Sportplatz Tente würde aufgegeben, heißt es in dem Antrag von CDU, SPD und WNKUWG.

Kämmerer Bernd Hibst hatte zuletzt in den politischen Ausschüssen mehrfach betont, dass aktuell nur ein Kunstrasenplatz, nämlich Höferhof, zu finanzieren sei. Die Stadt habe einen "Kreditdeckel" zu beachten - und dieser sei bereits jetzt überschritten. FDP und Bürgerforum hatten bereits angedeutet, dass sie den Bau eines zweiten Kunstrasenspielfeldes aus Kostengründen nicht unterstützen werden. Auf welcher Seite die Grünen stehen, wird sich am Montag zeigen.

(ser)
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