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Wermelskirchen
Polizistin wird zum Einbruchsopfer

Wermelskirchen: Polizistin wird zum Einbruchsopfer
FOTO: Moll
Wermelskirchen. Innerhalb von vier Jahren wurde bei Brigitte Kobus (59) dreimal eingebrochen. In zwei Fällen kamen die Täter davon. Die Polizei Rhein-Berg veranstaltet eine Aktion zum Einbruchschutz. In Wermelskirchen gibt es zwei Veranstaltungen. Von M. Eickhorn

Brigitte Kobus (59) war als Polizistin jahrelang selber im Bereich der Spurensuche tätig. Als sie im Februar 2011 von der Geburtstagsfeier ihrer 80-jährigen Mutter zurück nach Hause kam und feststellte, dass an ihrem Wohnsitz in Autobahnnähe eingebrochen worden war, war sie noch einmal mehr vom Thema Einbruch betroffen. Nach insgesamt drei Einbrüchen in vier Jahren fasst Kobus ihre Eindrücke so zusammen: "Man kann im Vorfeld immer etwas gegen Einbrüche machen, kann sogar tausende Euro in Sicherungsmaßnahmen stecken. Letztendlich gibt es immer einen Weg, an den man nicht gedacht hat, und den Einbrecher nutzen um ins Haus zu kommen." Ab kommendem Montag informiert die Polizei an zwei Veranstaltungstagen in Wermelskirchen während ihrer Aktion "Riegel vor! Sicher ist sicherer" darüber, wie sich Bürger bestmöglich vor Einbrüchen schützen können.

Den ersten Einbruch im Jahr 2011 entdeckte Kobus am aufgehebelten Wohnzimmerfenster. "Das Schlafzimmer war komplett auf links gedreht. Zu der Zeit hatte ich noch Schmuck im Haus. Der war dann weg, und der Ehering auch." Aufgrund eines Niesers zur falschen Zeit hatte der Einbrecher bei der Tat jedoch DNA-Spuren hinterlassen. "Ich hatte gerade die Fenster geputzt. Und der Einbrecher hat gegen die Terrassentür geniest", erzählt Kobus. Ein halbes Jahr später landete die Polizei einen Treffer - der Täter wurde ermittelt.

So schützen Sie sich vor Wohnungseinbruch

Im Sommer 2013 hatte Brigitte Kobus das demolierte Wohnzimmerfenster sicherheitstechnisch schon lange nachgerüstet, dann aber wagten Kriminelle einen Einbruch durch die gläserne Terrassentür. Mit dem Geburtstagsgeld der Polizistin zogen sie wieder ab. Der zweite Vorfall veranlasste sie dazu, einen Vertreter des Kommissariats "Kriminalprävention und Opferschutz" kommen zu lassen. Er prüfte alle möglichen Einstiege am Haus, Brigitte Kobus rüstete bei Haus- und Kellertür sowie den Fenstern oberhalb des Carports nach. Dieses Angebot könne jeder Bürger wahrnehmen, betont Brigitte Kobus. Sie empfiehlt, sich an die Kriminalprävention mit Sitz in Bergisch Gladbach, Tel. 02202 205-430 bis -433, zu wenden.

Als Brigitte Kobus trotz aller Vorkehrungen im September des vergangenen Jahres am helllichten Tag Opfer eines dritten Einbruchs wurde, fühlte sie sich in ihrem Haus erst recht nicht mehr sicher. Damals verursachten die Täter einen Spannungsbruch in der Terrassentür und zwängten sich durch das von Glassplittern gerahmte Loch ins Haus. "Das müssen schlanke Leute gewesen sein", sagt die 59-Jährige.

Das bedeuten die Gaunerzinken FOTO: RPO

Mittlerweile, ein Jahr nach dem letzten Einbruch, schaut sie, wenn sie von der Arbeit nach Hause kommt, immer noch zuerst ins Wohnzimmer, ob alles in Ordnung ist. Den vorsichtigen Vorschlag ihrer Nachbarn, von dort wegzuziehen, lehnt sie ab. "Ich lasse mich doch hier nicht vertreiben", stellt sie klar. Inzwischen hat sie Glastüren und Fenster zusätzlich mit Folien verstärkt. Spannungsbrüche sollen damit nicht mehr möglich sein. "Zum Glück trug die Versicherung die Kosten für die Reparaturen", sagt Brigitte Kobus.

Quelle: RP
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