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Wermelskirchen
Schnuppersporttag für Flüchtlinge ist denkbar

Fußball ist bei einheimischen Wermelskirchenern sowie Neuankömmlingen beliebt. Dirk Hohlmann, Geschäftsführer bei Tura Pohlhausen, fände es toll, wenn sich die Sportvereine zusammenschließen würden, um Flüchtlingen an einem Schnuppertag weitere Sportarten vorzustellen und näherzubringen.

Ein solches Projekt gibt es bereits in Hückeswagen. Dort konnten Flüchtlinge am vergangenen Samstag verschiedene Angebote der Sportvereine kennenlernen, zum Beispiel Akrobatik, Trampolinturnen oder Basketball. Ein ähnliches Projekt kann sich Hohlmann auch in Wermelskirchen vorstellen. "Wenn der Stadtsportverband dies in die Hand nimmt, werden wir von Tura Pohlhausen uns natürlich beteiligen", sagt er.

Der Stadtsportverband griff den Vorschlag gestern Abend in einer Vorstandssitzung auf. "Wir werden das besprechen und dann schauen, wie wir das hinbekommen können", sagt Jürgen Weiher auf Anfrage unserer Redaktion. Eine Umsetzung werde mit einer "breiten Basis" wahrscheinlich. "Auf jeden Fall müssen wir alle Verantwortlichen ins Boot holen", betont der Vorsitzende des Stadtsportverbands.

Die Idee, dass sich Sportvereine zusammenschließen und einen gemeinsamen Sport-Schnuppertag für Flüchtlinge anbieten, findet auch Andreas Gall (Dabringhauser TV) super. "Das könnte ich mir gut für Wermelskirchen vorstellen", sagt er und fügt an: "Wir müssen langfristig denken, denn viele Menschen werden langfristig hier bleiben. Wir müssen Integrationsarbeit leisten und Hemmschwellen der Menschen abbauen."

Gall macht darauf aufmerksam, dass Flüchtlinge, die in die Vereinsarbeit integriert werden sollen, auch die passende Sportausrüstung benötigen. "Sie brauchen Fußballschuhe oder Schienbeinschoner, die meist nicht in den Kleiderkammern gespendet werden - wir versuchen dann, so gut es geht zu helfen", versichert der Vorsitzende des Dabringhauser TV.

Auch der SSV Dhünn erarbeitet in dieser Richtung entsprechende Lösungen. "Wir haben in unserem Vereinsheim eine Sammelecke eingerichtet, in der speziell Sportkleidung- und Schuhe abgegeben werden können", sagt der SSV-Vorsitzende Friedhelm Wendel.

(rbrt/ser)
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