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Leben & Lernen
Goldenes Klassentreffen der Schwanenschüler

Leben & Lernen: Goldenes Klassentreffen der Schwanenschüler
Klassentreffen 50 Jahre nach dem Ende der Schulzeit in der damaligen Volksschule. FOTO: Stephan Singer
Wermelskirchen. Auf ihren damaligen Rektor Wolfgang Wintgen mussten die 21 ehemaligen Schüler der Schwanenschule leider verzichten. Der Ex-Leiter der damaligen Volksschule feierte nämlich am Abend des "goldenen" Klassentreffens genau 50 Jahre nach der Entlassung aus der Schulzeit im Kreise seiner Familie seinen 91. Geburtstag. "Wir treffen uns in unregelmäßigen Abständen - zuletzt in 2012. Durch das Jubiläum bot sich der jetzige Termin natürlich an", sagte Elke Weber-Matuszak, die das Treffen im Vereinhaus des Tennisclubs Grün-Weiss federführend organisiert hatte.

Für Elke Weber-Matuszak war aber direkt klar: "Wir werden ein Treffen mit Wolfgang Wintgen im kleineren Kreis auf jeden Fall nachholen." Dafür lag dann auch beim Klassentreffen eine Glückwunschkarte aus, auf der sich alle Anwesenden mit ihrer Unterschrift und einem Geburtstagsgruß verewigten.

Ganz im Zeichen persönlicher Gespräche stand der Abend des Klassentreffens der ehemaligen Volksschüler, die genau in der Zeit ihren Schulabschluss absolvierten, als die Beat-Welle um ihre herausragendsten Protagonisten "The Beatles" sowie den "Rolling Stones" ihren Höhepunkt hatte und die Hippie-Bewegung langsam aber sicher Fahrt aufnahm.

"Wir waren damals 33 Schüler in der Abschlussklasse. Das ist nun 50 Jahre her - man glaubt es kaum", erinnerte Elke Weber-Matuszak, die in ihrer Begrüßungsrede auch den vier ehemaligen Mitschülern gedachte, die zu früh verstorben sind.

Ein großes "Hallo", "Aaaahs", "Ooohs" und manch einen Lacher löste eine Diaschau auf einer Leinwand aus, die Bilder aus der Jugendzeit der Schüler zeigte. Da erkannten sich die Anwesenden auf Fotos ihrer Konfirmandengruppen genauso wieder, wie auf den Bildern von der Klassenfahrt mit dazugehörigem Segeltörn nach Helgoland. Diese Fotos zeigten sich als Zeitzeugen-Dokumente der damaligen Zeit: Zu sehen sind die typischen Bob- und Pagenschnittfrisuren, die später in noch längere Haartrachten übergingen, und oft als Zeichen jugendlicher Rebellion wahrgenommen wurden.

Das Blättern in mitgebrachten Poesie-Alben rundete den Abend mit Speis und Trank ab. Da konnte ein Gedicht, das Ulrike Jung im Jahr 1962 ins Buch von Elke Weber Matuszak schrieb, kaum besser passen: "Denke der Schulzeit Jahre, denke der Schulzeit Glück, denn dies sind die schönsten Jahre, sie kehren, nie, nie wieder zurück!"

Übrigens: Die weitesten Anfahrten zum Klassentreffen in ihrer ehemaligen Heimat hatten Carola Thiel aus Burhave an der Nordsee und Erwin Lewitzki aus dem Gießener Raum in Hessen.

(sng)
 
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