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Gottes Bodenpersonal
Vor 80 Jahren in der Stadtkirche konfirmiert worden

Wermelskirchen. Voller Stolz erinnert Lore Hanschmann (geb. Engels) an ihre Konfirmation anno 1936. Damals vor 80 Jahren hatte die heute 94-Jährige eine Schneiderin, die ihr das Kleid zum Festtag auf Maß anfertigte. "Wir mussten damals zur Konfirmation jede Menge auswendig lernen, viele Lieder mussten textsicher sitzen. Der Konfirmationsunterricht im Vorfeld ging über ganze zwei Jahre. Als Geschenk gab es eine Sammeltasse und einen Blumenstrauß", berichtet die Wermelskirchenerin, die Mutter einer Tochter und inzwischen verwitwet ist.

Insgesamt 74 Jubelkonfirmanden trafen sich im evangelischen Gemeindezentrum am Markt, um auf ihren Festtag vor 80, 75, 70, 65 und 60 Jahren in geselliger Runde bei einem Mittagsessen zurückzublicken und die Zeit seitdem Revue passieren zu lassen.

Die Pfarrer Hartmut Demski und Manfred Jetter, beide teilen sich die Pfarrstelle im Ostbezirk der evangelischen Kirchengemeinde Wermelskirchen, zelebrierten den Festgottesdienst in der Stadtkirche am Markt, den der Posaunenchor musikalisch bereicherte. "Ich hoffe, dass Sie hier und heute für sich Freude an diesem Jubiläum haben", wandte sich Hartmut Demski an die Seniorinnen und Senioren im Gemeindezentrum. Der Pfarrer fordert gleich zum Anstoßen - wenn auch nur mit Orangensaft und Wasser - auf: "Es muss ein Trinkspruch sein, ohne geht es nicht: Wir stoßen darauf an, dass wir miteinander wirklich konfirmiert im Sinne von 'gestärkt' sind!"

Manfred Jetter freute sich über Grüße, die einige der Jubelkonfirmanden, die nicht dabei sein konnten, an die Kirchengemeinde gesandt hatten. So zum Beispiel von Ursula Schmidt (geb. Berghaus), die sich auf eine Reise in Schweden befindet und seit 44 Jahren nicht mehr in Wermelskirchen lebt: "Leider kann ich nicht dabei sein, ich hätte gerne einige Konfirmanden von damals wieder gesehen."

Ganz vergessen haben die Jubilare, die ihre Gnaden-, Kupferne, Eiserne, Diamantene und Goldene Konfirmation feierten, das Erlernte aus dem Konfirmationsunterricht übrigens nicht, denn Kantor Andreas Pumpa gelang es im Gemeindezentrum problemlos, mit den Anwesenden einen Kanon-Gesang anzustimmen.

(sng)
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