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Wermelskirchen
Suche nach Fördermitteln für Freizeitpark

Wermelskirchen: Suche nach Fördermitteln für Freizeitpark
Ein erster Entwurf, wie der Jugendfreizeitpark bei Zenshäuschen aussehen könnte. Im Hintergrund sind die Ausstellungsflächen für die beiden Autohäuser zu sehen, links die geplante verlängerte Balkantrasse. FOTO: Stadt
Wermelskirchen. Die Verwaltung arbeitet an zwei Plänen für die Umsetzung - mit und ohne Fördermittel. Eine erste Möglichkeit für finanzielle Unterstützung hat sich zerschlagen, die Suche geht weiter. Im Herbst werden die ersten Bäume gefällt. Von Sebastian Radermacher

Auch wenn auf dem Gelände zwischen Dellmannstraße, Lidl und Zenshäuschen noch keine Bauaktivitäten für den neuen Jugendfreizeitpark zu sehen sind, herrscht im Rathaus kein Stillstand bei der Planung und Vorbereitung. Im Gegenteil: "Alle Beteiligten sind sehr aktiv, wir arbeiten parallel an zwei Plänen für de Umsetzung - mit und ohne Fördermittel", sagt Andreas Voß, Leiter des Amtes für Jugend, Bildung und Sport auf Anfrage unserer Redaktion.

Dazu wurde im Rathaus eine Arbeitsgruppe gegründet, in der Vertreter der Stadtverwaltung und der beteiligten Vereine (Rollrausch, CVJM, ADFC) ihre Ideen zusammentragen und die weitere Vorgehensweise besprechen. Die Stadtverwaltung konzentriert sich aktuell auf das Thema Fördermittel. Von zwei möglichen Fördermöglichkeiten hat sich eine aber Anfang des Monats bereits zerschlagen. "Um aus diesem Topf Landesmittel zu erhalten, muss man ein integriertes Handlungskonzept als Grundvoraussetzung vorweisen - das können wir zurzeit nicht, da unsere Pläne dafür noch nicht so weit sind", erläutert Voß. Jetzt hofft die Verwaltung auf Mittel aus einem zweiten Topf, bei dem es speziell um die Förderung von Spielflächen geht - die Pläne für den Jugendfreizeitpark decken die Voraussetzung ab, denn es ist neben einem Skatebereich auch ein Multifunktionsspielfeld geplant. Laut Voß werde zurzeit die Bewerbung vorbereitet - "es gilt für diese Förderung keine spezielle Frist einzuhalten", sagt er. Bislang kann die Stadt für den Bau des Freizeitparks nur mit einer Summe von etwa 44.000 Euro aus einem Investitionsförderungspaket des Kreises fest planen. In einer ersten Kalkulation ging die Verwaltung von Gesamtkosten in Höhe von 290.000 Euro für einen solchen Freizeitpark aus.

Ziel muss also sein, diese Summe entsprechend aufzustocken. Daher kümmern sich - parallel zu der Prüfung von Fördermöglichkeiten durch die Stadtverwaltung - jetzt die beteiligten Vereine um die Akquise von Sponsoren. "Sie machen sich viele Gedanken, wie man Sponsoren für das Projekt gewinnen könnte", sagt Voß. Das nächste Treffen der Arbeitsgruppe ist für Juni geplant - womöglich könne man dann Details zur Akquise von Fördermitteln und zur Sponsorensuche nennen.

Bis dahin laufen die Planungen im Hintergrund weiter. Die Projektgruppe arbeitet auch an einem Plan B, falls es keine Landesförderung geben sollte. Dann müsste der Park in einer Art "Stufenplan" errichtet werden, man müsste also klein anfangen und die Fläche Stück für Stück entwickeln - je nachdem, wie viel Geld gerade zur Verfügung steht. "Es ist richtig, dass wir auch diese Variante im Auge haben", sagt Voß. Für einen solchen Fall müsste man dann mit den beteiligten Vereinen besprechen, welche Vorgehensweise die sinnvollste ist - ob man tatsächlich Stück für Stück baut oder zunächst etwas anspare und dann einen "großen Wurf" anstrebe.

Aktuell wartet die Projektgruppe aber erst einmal ab, ob die Verwaltung Landesmittel abgreifen kann und wie viele Sponsoren bereit wären, das Projekt Freizeitpark zu unterstützen. Fakt sei natürlich, dass man bei einer Gesamtförderung flexibler sei und den Park letztlich auch schneller errichten könne.

An dem Plan, dass der Bau im Herbst beginnen soll, werde definitiv festgehalten. "Dann werden die ersten Bäume auf der Fläche bei Zenshäuschen gefällt", kündigt Voß an. Vor allen Beteiligten liege noch eine Menge Arbeit, dem Amtsleiter ist eine Sache wichtig: "Wir wollen das Projekt gemeinsam mit den Vereinen umsetzen."

Quelle: RP
 
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