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Wermelskirchen
Vereine loben bessere Hygiene in den Hallen

Wermelskirchen. Die Kritik war massiv: schmutzige Sanitäranlagen, volle Lagerräume, verdreckte Böden. Die Wermelskirchener Sportvereine beschwerten sich Anfang des Jahres einstimmig über den Zustand der städtischen Sporthallen. Außerdem würden Mängelmeldungen bei der Stadt einfach untergehen, schimpften die Vereins-Vorsitzenden. Ob Norbert Galonska vom TuS Wermelskirchen oder Anne Ueberholz vom WTV: In ihrer Kritik an der Stadt waren sich die Vereinsvorsitzenden einig. Von Theresa Demski

Beschwerden gab es im Sportausschuss im Februar auch von Klaus Junge, Vorsitzender des Stadtsportbundes. Die Hygiene in den Hallen lasse zu wünschen übrig. Die Betreuung durch die Hausmeister sei nicht optimal. Und in der Halle der Waldschule würde es ziehen. Bürgermeister Rainer Bleek versprach damals Besserung.

Rund ein halbes Jahr später hat sich viel getan: "Die Situation hat sich verbessert", erklärt Klaus Junge auf Nachfrage dieser Zeitung. Es gebe noch Luft nach oben, aber Sauberkeit und Hygiene hätten deutlich zugenommen. Man habe beim Sportbund Verständnis dafür, dass Dinge, die lange vernachlässigt worden seien, nicht von heute auf morgen funktionieren könnten. Aber Hausmeister und Reinigungspersonal seien geschult worden und das Ergebnis würden die Vereine inzwischen auch in den Hallen erkennen, sagt Junge.

Das bestätigt auch Norbert Galonska. "Es wird geputzt", sagt der TuS-Vorsitzende. So seien etwa in der Tenter Turnhalle die bisher "geruchsintensiven Toilettenanlagen" wieder nutzbar. Auch die Kommunikation mit der Stadt funktioniere besser. Mit dem zuständigen Sachgebietsleiter Robert Pap laufe die Zusammenarbeit gut, lobt Galonska. Der Verein habe das Gefühl, dass man sich im Rathaus um die Sauberkeit der Hallen bemühe. Diesen Eindruck hat auch Anne Ueberholz (WTV): "Man sieht den guten Willen, nun muss es sich einspielen." Einige Dinge wie die bessere Hygiene würden super funktionieren - das gelte auch für die WTV-Halle, in der es bisher große Probleme mit den Toilettenanlagen gegeben habe. In anderen Fragen funktioniere die Zusammenarbeit noch nicht so gut. "Aber ich bin optimistisch, dass wir als Sportverein und die Stadt sich am Ende zusammenfinden."

Unwägbarkeiten bleiben allerdings: "Morgens nutzen die Schulen die Hallen, nachmittags dann die Vereine", sagt Junge. Natürlich seien die Sportstätten am Nachmittag nicht mehr so sauber wie am Vormittag. Nur mehr Personal in den Hallen könne diese Situation ändern. "Aber wenn Schulen und Sportvereine an einem Strang ziehen, funktioniert die gemeinsame Hallennutzung im Alltag gut", ergänzt der Vorsitzende des Stadtsportbundes.

Aktuell hat Junge vor allem ein Thema auf der Liste, wenn es um Gespräche mit der Stadt geht: "Wir hoffen, dass wir die Hallennutzungsgebühren für die Vereine noch abwenden können." 30.000 Euro müssen alle Wermelskirchener Sportvereine jährlich für die Hallennutzung aufbringen.

Quelle: RP
 
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