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Wermelskirchen
Viele kleine Mängel auf den Sportplätzen

Wermelskirchen: Viele kleine Mängel auf den Sportplätzen
Der Rasenplatz im Eifgen wurde zuletzt im Sommer 2015 umfangreich renoviert. Bei Spielen im regnerischen Dezember wurde der Platz dann aber wieder stark in Mitleidenschaft gezogen. FOTO: Moll (Archiv)
Wermelskirchen. Im Zuge der Kunstrasen-Diskussion forderte die Politik Informationen über den aktuellen Zustand der Sportplätze. Die Stadt gibt jetzt einen Überblick. Fazit: Es gibt einige Mängel, der Spielbetrieb ist dauerhaft aber nicht gefährdet. Von Sebastian Radermacher

Für die Planung von einem oder zwei Kunstrasenplätzen hat das Ingenieurbüro Vennegeerts den Ist-Zustand der Anlagen am Höferhof und im Eifgen untersucht und beschrieben. Die Politik forderte zudem Informationen über den Zustand der übrigen Sportplätze. Diese liegen jetzt vor. Fazit: Es gibt einige Mängel, der Spielbetrieb ist dauerhaft aber nicht gefährdet. Detaillierte Sanierungskosten kann die Stadt zum jetzigen Zeitpunkt nicht nennen.

Der Sportplatz in Pohlhausen erhielt vor zwei Jahren eine neue Deckschicht. FOTO: Hertgen (Archiv)

Rasenplatz Eifgen Im Sommer 2015 hat eine Fachfirma den Platz umfassend erneuert, diese Arbeiten erfolgen alle zwei Jahre. Der Platz wurde Mitte Dezember zuletzt für zwei Meisterschaftsspiele genutzt. Da es in dieser Zeit stark regnete, wurde der Platz stark in Mitleidenschaft gezogen. Über die Bespielbarkeit hatte an diesen Tagen der Schiedsrichter zu entscheiden. Der Rasenplatz trocknet deutlich langsamer ab als ein Ascheplatz. Für die Reparatur muss es beständig trocken sein, da der Platz mit speziellen Geräten befahrbaren werden muss. "Bis dahin ist er gesperrt", teilt die Stadt mit. Die Laufbahn ist in einem guten Zustand, da sie im Herbst erneuert worden ist. Auf dem Tartanbelag sprießt Moos, die Tennenflächen haben unter dem starken Regen im Winter gelitten. Um die Nutzung durch Schüler und Leichtathleten sicherzustellen, sind weitere Pflegeeinsätze geplant.

Höferhof Der Rasenplatz ist in einem für die Jahreszeit normalen Zustand. Laut Stadt gab es eine "unsachgemäße Nutzung" in den Randbereichen durch private Läufer, die die offizielle Sperrung regelmäßig ignorieren. Die Laufbahn ist abgenutzt und renovationsbedürftig. Sie ist aber für die stattfindende Freizeitnutzung ausreichend und wird durch geringe Mittel auf diesem Stand gehalten, teilt die Stadt mit. Bedingt durch die offene Zugangsmöglichkeit, durch Hundeausläufe und nicht kontrollierbare private Nutzer entstehen regelmäßig Schäden auf der Anlage. Der Nebenplatz (Tartanplatz) ist in einem noch akzeptablen, aber grenzwertigen Zustand. Bei Nässe ist die Nutzung zu vermeiden.

Auf dem Ascheplatz im Eifgen steht oft das Wasser - die obere Schicht ist nicht mehr durchlässig. FOTO: MOLL

Tennenplatz Eifgen Der Platz ist öffentlich zugänglich, dadurch wird er laut Stadt "unkontrolliert genutzt". Durch den Spielbetrieb im Herbst und durch diese unkontrollierte Nutzung haben sich aktuell Schäden wie "Durchtritte" oder Unebenheiten ergeben. Die "Durchtritte" entstehen, wenn der Platz bei oder nach Regenfällen oder bei Frost/Tauwetter genutzt wird. Größeren Steine (bis zu 16 Millimeter Durchmesser) gelangen an die Oberfläche der Ascheplätze. Dies ist gefährlich, die Steine müssen aufgesammelt oder ausgesiebt werden. Die Pflege des Platzes im Eifgen kann erst nach Abtrocknen beginnen. Die topographisch sehr ungünstige Lage im Tal - viel Schatten, wenig Sonne - verlängert die Zeiten der Unbespielbarkeit. "Nach Frostperioden tauen die Plätze im Eifgen erst als letzte wieder auf."

Pohlhausen Auch dieser Tennenplatz ist öffentlich zugänglich ("Unkontrollierte Nutzung"). Und auch hier gibt es Schäden wie beim Eifgen-Ascheplatz. Aber: Wegen der günstigsten topographischen Lage aller Wermelskirchener Tennenplätze und der Erneuerung der Deckschicht vor zwei Jahren geht die Stadt davon aus, dass die Bespielbarkeit schneller erreicht wird.

Tente Hier liegt die gleiche Situation wie im Eifgen und Pohlhausen vor. Die ungünstige Lage des Platzes im Wald verstärkt die negativen Einflüsse. Für diese Platzanlage fasst die Stadt eine Sanierung der Deckschicht ins Auge (Kosten: etwa 23.000 Euro).

Dhünn Dieser Platz weist die gleichen Schäden wie im Eifgen, Pohlhausen und Tente auf. Die topographisch ungünstige Lage im Tal (reichlich Schatten) und das übermäßig auftretende Hangwasser verlängern die Zeiten der Unbespielbarkeit. Außerdem muss ein defektes Flutlicht repariert werden.

Kleinspielfeld Schwanen Auch hier gibt es die bereits erwähnten Schäden. Da der Platz als Pausenhof für die Grundschule dient, wird die Sperre nicht eingehalten und es ergeben sich ganzjährig Schäden.

Kleinspielfeld Eifgen Auch hier können die Schäden erst nach Abtrocknen beseitigt werden.

Kontrolle Für die Unterhaltung der Sportanlagen ist der Betriebshof zuständig. Er kontrolliert regelmäßig alle Sportflächen inklusive Sportgeräte und Außenanlagen (Wege, Grünflächen etc.). Zudem koordiniert er die Belegungen durch Vereine, Schulen, Gruppen und Veranstaltungen.

Quelle: RP
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