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Wesel
Am 1. August rückt das Wertstoffmobil aus

Wesel. Im Weseler Betriebsausschuss stellt ASG-Chef Ulrich Streich der Politik einen neuen Service vor. Sperrgut wird ab Sommer gratis abgeholt. Von Klaus Nikolei

Dass irgendein Kommunalpolitiker in Wesel den für 1. August ins Auge gefassten Start des neuen Wertstoffmobils verhindern möchte, kann und will sich Ulrich Streich nicht vorstellen. Der Chef des städtischen Betriebes ASG ist überzeugt, dass bei der Vorstellung des Pilotprojektes in der Sitzung des Betriebsausschusses am 18. Juni alle Mitglieder ihre Daumen nach oben strecken werden. Zumal das Wertstoffmobil, das nach telefonischer Anmeldung zu den Bürgern nach Hause kommt und dort sperrige Wertstoffe abholt, für den Gebührenzahler keine zusätzlichen Kosten verursacht. "Denn die übernimmt der Kreis Wesel. Es gibt also keinerlei Gebührenrisiko", versichert Streich im Gespräch mit der Rheinischen Post.

Auf eineinhalb Jahre ist das Wertstoffmobil-Pilotprojekt angelegt, Nach gut einem Jahr wird allerdings eine erste Bilanz gezogen, um dann zu klären, ob und wie es weitergehen könnte. Dass das Wertstoffmobil von den Menschen in Wesel und den Nachbarkommunen Schermbeck und Hamminkeln gut angenommen wird, falls die Politik dort überall grünes Licht gibt, dürfte klar sein. Die Bürger von Rheinberg, Kamp-Lintfort und Neukirchen-Vluyn waren von dem Abholservice jedenfalls so angetan, dass er auch nach Ende der 18-monatigen Pilotphase seit dem 1. Januar dieses Jahres fortgeführt wird. Übrigens hat sich Hamminkeln bereits für eine Teilnahme an dem Modellprojekt entschieden.

Wie berichtet, nehmen die Fahrer des Wertstoffmobils sperrige Kunststoffteile wie beispielsweise alte Wäschekörbe oder Kinderbadewannen mit, die alle nicht in den gelben Sack gehören. Außerdem werden Metalle, Altkleider, Papier und Kartonnagen abgeholt. Also alles Dinge, die wiederverwendet, recycelt und verkauft werden können. Auch größere Elektrogeräte wie Kühlschränke, Gefriergeräte und Waschmaschinen können zur Abholung angemeldet werden. Schlecht für dreiste Schrottsammler, die in jüngster Vergangenheit immer wieder versucht haben, aus Altgeräten die Kompressoren herauszureißen und dabei tonnenweise klimaschädliches FCKW freigesetzt haben.

Die Wertstoffe, die die Bürger voraussichtlich in den Rathäusern oder auch direkt beim ASG zur Abholung anmelden werden, müssen übrigens dann nicht vor die Haustür gestellt werden. Anders als beim Sperrmüll - dieses Angebot bleibt nach wie vor bestehen - werden die Wertstoffe aus dem Haus beziehungsweise aus der Wohnung getragen. Vor allem für Senioren bedeutet das eine erhebliche Erleichterung.

Die mit Hilfe des Wertstoffmobils gesammelten Abfälle werden nach Kamp-Lintfort zum dortigen Asdonkshof gefahren, wo sie sortiert und anschließend verkauft werden. Mit dem Erlös können dann wiederum die Kosten des Wertstoffmobils reduziert werden.

Quelle: RP
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