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Unsere Woche
Fastenzeit im Schunkelmodus

Wesel. Vorsicht ist die Mutter des Karnevals: Ob da nun übergenau auf die Meteorologen gehört wurde oder nicht, spielt keine Rolle. Bei Großveranstaltungen wie dem Rosenmontagszug, zumal mit sensiblen Wagenaufbauten, steht Sicherheit für alle an erster Stelle. Die Absage des Zuchs in Wesel war genau so richtig, wie der sofortige Plan, einen Nachholtermin zu finden. Dafür muss man nicht mit der Narrenkappe geboren sein, sondern man sollte einfach gönnen können. Die viele Arbeit, die von den Ehrenamtlichen in jecke Kostüme und witzige Themen gesteckt wurde, soll nicht vergebens gewesen sein. Der 17. April ist ausgeguckt. So bleiben wir denn auch in der Fastenzeit noch ein wenig im Schunkelmodus. Leise, ernst und bewusst, aber eben doch immer mit ein bisschen Vorfreude.

Darüber hinaus war's in Wesel und Umgebung ein vergleichsweise ruhiges Karnevalswochenende. Befürchtete Ausschreitungen blieben aus. Auch politisch regt sich (noch) nicht allzu viel. Jedenfalls nicht zum gegenseitigen Ärgern. Kleine Aufreger werden derzeit eher mit Verbesserungsvorschlägen als mit Schuldzuweisungen aufgegriffen. Parallel befriedet die Weseler CDU sich selbst in Sachen Bislichbad. Auch das ist schon mal was Positives. Gespannt aber dürfen wir sein, wie im Detail eine Rettung des segensreichen Schwimmlehrbetriebs gelingen soll. Gesichtswahrend für alle und mit einem - auch noch so kleinen - Spareffekt für den städtischen Haushalt. Vielleicht sehen wir am 17. April dazu närrische Varianten.

fritz.schubert@rheinische-post.de

Quelle: RP
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