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Wesel
FDP: "Erwarten öffentliche Entschuldigung"

Wesel: FDP: "Erwarten öffentliche Entschuldigung"
FDP-Fraktionschef Bernd Reuther übte nicht nur Kritik. FOTO: RP-Archivfoto
Wesel. Dass Ex-AVG-Direktor Jürgen Berner (FDP) als Mitglied des Schulausschusses nicht wie alle anderen schulpolitischen Sprecher zum Baustellengespräch in der Büdericher Grundschule eingeladen wurde (RP berichtete), hat Fraktionschef Bernd Reuther gestern mächtig geärgert.

In einem Brief an Bürgermeisterin Ulrike Westkamp erwartet er nun eine "öffentliche Entschuldigung und im Weiteren eine Einladung an Jürgen Berner zu einem neuen Ortstermin mit Schulleiterin Sabrina Hardacker und Ila Brix-Leusmann".

Brix-Leusmann, so heißt es in dem Brief von Reuther an die Verwaltungschefin, sei im Vorfeld des Termins der Meinung gewesen, dass Berner nicht einzuladen werden müsse, weil er kein Ratsmitglied, sondern sachkundiger Bürger sei. "Unabhängig davon, dass seitens der Linken der sachkundige Bürger Günther Wagner anwesend war, ist es unerheblich, bei Terminen, zu denen die Verwaltung einlädt, ob es sich um sachkundige Bürger oder Ratsmitglieder handelt. Denn hier ist grundsätzlich die Fraktion einzuladen", so Reuther.

Auf die Vorwürfe von Reuther durch die RP angesprochen, gibt sich die Schulverwaltung schuldbewusst. Rainer Benien, der seit Anfang Mai als neuer Schuldezernent im Rathaus tätig ist, spricht von "einem Versehen" und bittet "um Verzeihung".

Übrigens übt Bernd Reuther nicht nur Kritik an Ila Brix-Leusmann, sondern spendet ihr gleichzeitig auch ein Lob. Und zwar dafür, dass sie dafür gesorgt habe, dass nicht allein Mitglieder der CDU die Schulbaustelle in Büderich in Augenschein genommen hat. Wie berichtet, hatten nämlich sich Fraktionschef Jürgen Linz und Schulausschuss-Vorsitzender Volker Haubitz (CDU) bei Sabrina Hardacker eingeladen, um zu sehen, wie weit der Umbau der früheren Hausmeisterinnenwohnung zu einem Klassenraum sei. "So kurz vor einer wichtigen Wahl dürfen keine Termine von einzelnen Parteien mehr in Schulen durchgeführt werden", sagt Reuther.

(kwn)
 
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