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Wesel
Kirchenchor aus Namibia besucht Wesel

Wesel. Nach dem Besuch einer deutschen Delegation in einer Partnergemeinde in Namibia steht jetzt der Gegenbesuch der afrikanischen Gemeindemitglieder des Kreises Otjiwarongo an - ein kultureller und musikalischer Austausch.

Vor knapp acht Monaten machte sich eine Gruppe des Kirchenkreises Wesel auf den Weg, die Partnerschaftsgemeinden im namibischen Kirchenkreis Otjiwarongo zu besuchen. Nun ist es bald soweit - der zweite Teil des Chorprojektes beginnt. Doch der begann eigentlich schon kurz nach der Rückkehr aus Namibia: Vieles musste geplant und bedacht werden und unzählige Treffen und Gespräche fanden im Rahmen der Vorbereitung des Gemeindeaustauschs statt. Nun steht ein tolles Programm an, zu dem die Kirchengemeinde Wesel alle interessierten Gäste einlädt.

Am Abend des 8. Mai beginnt die Reise des 20-köpfigen Chors aus dem Kirchenkreis Otjiwarongo durch den Kirchenkreis (Tecklenburg und) Wesel. Die Delegation, die als Projektchor anreist, setzt sich zusammen aus zwei Pfarrern, Gemeindemitarbeitern und Chorsängern der verschiedenen Gemeinden sowie einer Hostelleiterin und Mitgliedern der "Elders" (ähnlich den hiesigen Presbytern). Die meisten Mitreisenden waren noch nie in Deutschland. Am 9. Mai besuchen die Gäste die Gemeinde in Emmerich und werden dort um 19.30 Uhr ein Konzert in der Christuskirche geben.

Der darauffolgende Dienstag beginnt mit einer Führung durch das Aluminium-Werk in Voerde-Friedrichsfeld, am Abend treffen die Namibier sich mit den Mitgliedern des Partnerschaftskomitees, um weiter an einer gemeinsamen Partnerschaftsvereinbarung zu arbeiten.

Das nächste Konzert des Chores aus Namibia ist am Mittwoch, 11. Mai, um 19 Uhr in der Evangelischen Kirche in Isselburg. Auch hier sind Gäste dazu eingeladen, einen Abend mit traditioneller afrikanischer Musik zu genießen.

Superintendent Thomas Brödenfeld und der Kreissynodalvorstand empfangen die Gruppe am 12. Maiim Lutherhaus in Wesel mit anschließender Dombesichtigung. Wer bis dahin noch nicht die Gelegenheit hatte, dem Chor zu lauschen, kann das an diesem Abend bei einem öffentlichen Konzert um 19 Uhr im Evangelischen Krankenhaus in der Krankenhauskapelle tun.

Nach einem Besuch im Lühlerheim treffen die Gäste dann am 13. Mai um 18 Uhr in Brünen ein. Dort wird es ein Treffen mit dem Weseler Projektchor und Brüner Chören geben. Sie werden um 20 Uhr ein gemeinsames Konzert in der Brüner Kirche geben. Der Eintritt zu allen Konzerten ist frei.

Samstag, 14. Mai, steht im Zeichen eines gemeinsamen Pilgerweges zum Thema " Wasser ist Leben". Die Gruppe startet mit allen Interessierten um 10 Uhr an der Gnadenkirche Wesel (Wackenbrucher Straße 82). Von dort geht die Tour weiter zum Alten Wasserwerk (Fusternberger Straße 90), um dort mehr über die Gewinnung und Nutzung von Wasser zu erfahren. Über den Lippehafen geht es bis zur Gnadenkirche.

Der Weg ist einfach und mit Kinderwagen problemlos zu bewältigen. Ab 12 Uhr hält dann Peter Bootz von den Stadtwerken Wesel im Gemeindehaus an der Gnadenkirche einen Vortrag zum Thema "Kostbare Ressource Wasser". Für Kinder und Jugendliche gibt es Experimente, Spiele und ein Quiz rund ums Wasser. Anschließend sind alle Besucher zum gemeinsamen Mittagessen mit den Gästen und um 13.15 Uhr zum Gottesdienst in der Gnadenkirche eingeladen. Dabei können sie mehr über die Situation der Menschen in Namibia unter dem Gesichtspunkt der immerwährenden Trockenheit erfahren.

Auch am Pfingstsonntag gibt es einen gemeinsamen Gottesdienst. Dazu lädt die Friedenskirche in der Feldmark ab 10 Uhr ein. Im Anschluss besteht die Gelegenheit, die Besucher aus Namibia bei einem persönlichen Gespräch näher kennenzulernen, bevor es dann für den Chor nach Mülheim geht. Dort wird er bei einem Begegnungsfest der Rheinischen Kirche "Weite wirkt" mit weiteren Partnerschaftsgruppen aus Afrika und Asien auftreten.

Als Reiseabschluss steht am Pfingstmontag um 10 Uhr in der evangelischen Georgskirche in Schermbeck ein feierlicher Gottesdienst und ein kleiner musikalischen Gruß um 12 Uhr beim Sing-Fest in Drevenack auf dem Programm. Danach geht es für die afrikanische Gruppe am Nachmittag wieder Richtung Frankfurt, um die Heimreise mit hoffentlich unvergesslichen Begegnungen, intensiven Gesprächen und schönen Erinnerungen im Gepäck anzutreten.

Quelle: RP
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