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Schermbeck
Mitfahrerbänke und öffentliche Streuobstwiesen

Schermbeck. Ein Arbeitskreis der Leader-Region Lippe-Issel-Niederrhein stellte Ideen für viele neue Projekte vor. Von Helmut Scheffler

Oberstes Ziel des Leader-Region-Arbeitskreises ist die die Bewahrung des ökologischen Potenzials. Die niederrheinische Kulturlandschaft soll nachhaltig in Wert gesetzt werden und es sollen Potenziale zur Nutzung regenerativer Energien geschaffen werden.

Vier Monate nach der Auftaktveranstaltung der Leader-Region Lippe-Issel-Niederrhein (LIN) für die Projektphase 2014-2020 im Schermbecker Dorfgemeinschaftshaus traf sich am Montag der Arbeitskreis zum Thema "Energie, Klima, Kulturlandschaft & Ökologie".

Die beiden Leader-Regionalmanagerinnen Kerstin Jendrek und Julia Jörgensen und Friedhelm Koch, der Wirtschaftsförderer der Gemeinde Schermbeck, begrüßten die Gäste. Insgesamt wurden fünf Vorschläge für neue Projekte gemacht, die Kommunen übergreifend realisiert werden könnten. Das ist eine der wichtigsten Bedingungen, die von den geplanten Projekten erfüllt werden müssen.

Auf ein großes Interesse stieß das Projekt "Blühstreifen". Dabei sollen ausgewählte Flächen miteinander vernetzt werden, so dass sich über die Grenzen der Kommunen hinaus blühende Bänder ergeben. Bevorzugt sollen öffentliche Flächen verwendet werden. An vielen Stellen werde der Randstreifen von den Landwirten der benachbarten Felder einfach "bis an den Asphalt" mitbewirtschaftet.

Mit dem vorgeschlagenen Streuobstwiesen-Projekt konnten sich die meisten Besucher anfreunden. Sie seien "landschaftsprägend". Zustimmung fand aber auch der Vorschlag aus Hamminkeln, Mitnahmebänke aufzustellen. Personen, die auf solchen Bänken sitzen, signalisieren als moderne Anhalter den Autofahrern, dass sie gerne mitgenommen werden möchten. Das Projekt wird als ein guter Beitrag zum Klimaschutz bewertet. Die Mitnahmebänke könnten auch mit dem Bürgerbus oder mit Sammel-Taxis gekoppelt werden. Ein weiterer Vorschlag bezieht sich auf den Ausbau des Nahwärmenetzes. Dabei soll unter anderem überlegt werden, ob das in Biogasanlagen erzeugte Gas nicht für die Beheizung öffentlicher Gebäude oder neuer Siedlungen verwendet werden kann. Auch ein System, das privaten Grünschnitt als einen Wertstofferkennt, wurde diskutiert.

Die genannten Projektvorschläge können jederzeit erweitert werden. Anträge müssen bis spätestens 2020 gestellt werden. Die Umsetzung muss bis Ende 2012 erfolgen. Am Donnerstag, 29. September, stellt der Arbeitskreis "Regionale Wirtschaft, Vermarktung & Tourismus" seine Projektvorschläge vor. Die Teilnehmer treffen sich um 19 Uhr im Gemeindehaus der Evangelischen Kirchengemeinde Götterswickerhamm (Oberer Hilding 12).

Quelle: RP
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