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Wesel
"Nein" zu Steuererhöhungen wird begrüßt

Wesel. Dr. Stefan Dietzfelbinger, Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer, hat jetzt mit Wesels Bürgermeisterin Ulrike Westkamp über die wirtschaftliche Lage in der Kreisstadt diskutiert.

Die Steuerbelastung und eine leistungsfähige Infrastruktur - das sind für Unternehmen bekanntlich die zentralen Standortfaktoren bei Ansiedlungs- oder Investitionsvorhaben. Über die aktuelle Situation und die Stimmung der Wirtschaft vor Ort in Wesel sprachen jetzt Dr. Stefan Dietzfelbinger, seines Zeichnens Hauptgeschäftsführer der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve, und Bürgermeisterin Ulrike Westkamp.

Viele Kommunen befinden sich derzeit in einer finanziell schwierigen Lage. Auch in der Stadt Wesel sind die Rahmenbedingungen bekanntlich nicht einfach, wie ein Gutachten der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer belegt. Umso größer ist die Unterstützung der ansässigen Unternehmen für das kürzlich im Rat verkündete "Nein" der Weseler Politik zu Steuererhöhungen.

"Der Wille zum Sparen wird von den Unternehmen ausdrücklich begrüßt", sagte Dr. Stefan Dietzfelbinger im Gespräch mit der Bürgermeisterin und dem städtischen Wirtschaftsförderer Johannes Opgen-Rhein im Weseler Rathaus. Die Verwaltungschefin erklärte ihrerseits: "Unser Ziel ist es weiterhin, neue Unternehmen mit passenden Flächenangeboten für den Wirtschaftsstandort Wesel zu gewinnen und gleichzeitig die Wohnangebote der Stadt für die Bürger attraktiv weiterzuentwickeln. Dafür müssen natürlich auch die Preise stimmen", erläuterte Ulrike Westkamp die Zielsetzung ihrer Politik.

Ulrike Westkamp und Dr. Stefan Dietzfelbinger waren sich einig, dass das Planfeststellungsverfahren Südumgehung (die Rheinische Post berichtete mehrfach ausführlich) zügig beendet werden müsse. Mit Blick auf den Ausbau des dritten Gleises der Betuwe-Linie zwischen Emmerich und Oberhausen hob Dr. Dietzfelbinger die Bedeutung der Bahnstrecke als direkte Verkehrsanbindung des Seehafens Rotterdam zum Ruhrgebiet und für den öffentlichen Personennahverkehr deutlich hervor.

Wesels Bürgermeisterin erläuterte in diesem Zusammenhang die Sorgen und Ängste der Bevölkerung hinsichtlich des Ausbauvorhabens. Für die Stadt Wesel sei es wichtig, dass ausreichender Lärmschutz gewährleistet wird, die von den Feuerwehren entlang der Strecke entwickelten Sicherheitsstandards umgesetzt und städtebauliche Aspekte beachtet werden.

Eine weitere Verzögerung für das Vorhaben beurteilten sowohl die Verwaltungschefin als auch ihr Gast aus Duisburg als nachteilig, da erst mit der Erweiterung (Stichwort: drittes Gleis) wirksame Lärmschutzmaßnahmen für die Bevölkerung entlang der Bahnstrecke realisiert werden könnten.

Quelle: RP
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