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Wesel
Neuer Ärger in Büderich: Anwohner will, dass Sportplatz früher öffnet

Wesel. Wilhelm Mersch ärgert sich. Schon wieder ist eine Querstange zwischen der selbst erbauten Mauer kaputt. Zum fünften Mal. Immer hat Mersch, der gemeinsam mit Frau Helga gegenüber dem Büdericher Sportplatz wohnt, selbst Hand angelegt und den Schaden repariert. Verantwortlich für das kaputte Gestänge seien Kinder, die sich vor dem Fußballtraining darauf setzen, sagt er. Die Ursache dafür sieht der 83-Jährige bei den Öffnungszeiten des Sportplatzes. "Wenn um 16 Uhr Training ist, kommen die ersten Kinder schon eine halbe Stunde früher. Da ist das Tor noch zu und sie setzen sich auf den Zaun", sagt Mersch. Prinzipiell würde ihn das nicht stören, wenn doch nur die Begrenzung nicht immer wieder in Mitleidenschaft gezogen würde. Eine Lösung hat Mersch schon parat. "Wenn der Platz etwas früher öffnen würde, bräuchten die Kinder nicht auf der Mauer zu sitzen", sagt er. So einfach ist das aber nicht, wie Ila Brix-Leusmann, Fachbereichsleiterin für Jugend, Schule und Sport erklärt: "In einem Einigungsverfahren, das wir mit einer anderen Nachbarin geführt haben, wurde festgelegt, zu welchen Uhrzeiten die Anlage geöffnet wird." An diesen Kompromiss müsse sich die Stadt jetzt halten, sagt die Verwaltungsmitarbeiterin.

Dennoch verspricht Brix-Leusmann, sich um die Probleme des Anwohners zu kümmern. "Wir werden mit dem Verein in Kontakt treten und nachfragen, ob die Übungsleiter gegebenenfalls etwas früher zum Training kommen können und vor allem die Kinder dafür sensibilisieren, sich nicht auf den Zaun zu setzen", sagt sie. Wilhelm Mersch würde es freuen. Denn die Mauer, die er Mitte der 70er Jahre selbst gebaut hat, möchte er am liebsten stehen lassen. "Ich habe schon überlegt, ob ich einen hohen Zaun bauen soll, aber eigentlich finde ich es so besser."

(mla)
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